Tom Chilton und sein RML-Teamkollege Yvan Muller lieferten sich im ersten WTCC-Rennen von Shanghai ein packendes Duell, das der Brite schlussendlich um lediglich eine Hundertstelsekunde für sich entschied. Dahinter kam James Nash als Dritter ins Ziel und komplettierte Podium für Chevrolet.
Wegen schwerer Regenfälle fanden die ersten beiden Runden hinter dem Safety Car statt. Nach Freigabe des Rennens erwischte Pepe Oriola einen guten Start und schob sich an Chilton und Muller vorbei, was die frühe Führung für den Spanier bedeutete, die er jedoch in weiterer Folge nicht behaupten konnte.

Hinter dem Spitzenduo entwickelte sich ein intensiver Kampf, der sich durch das gesamte Rennen zog. Schlussendlich kam Alex MacDowall als Vierter vor Oriola sowie Rob Huff, der seinen Wechsel zu Lada bekanntgab, ins Ziel. Komplettiert wurden die Top-10 von Gabriele Tarquini, James Thompson, Tom Boardman und Norbert Michelisz.
An der Spitze hatte Muller bis wenige Meter vor dem Ziel die Nase vorne, doch Chilton startete eine Attacke in Kurve 14 und die Teamkollegen fuhren nebeneinander auf die Zielgerade. Muller, der sich in der letzten Kurve auf der Innenseite befand, ließ seinem Stallkollegen jedoch genügend Platz, weshalb sich Chilton schlussendlich hauchdünn durchsetzen konnte.
Honda feiert
Im zweiten Lauf feierte der von Pole Position gestartete Tiago Monteiro seinen ersten Sieg in Diensten von Honda. Perfekt gemacht wurde der Triumph für die Japaner durch Gabriele Taquini und Norbert Michelisz, die die weiteren Plätze auf dem Treppchen belegten.

Rob Huff sicherte sich den vierten Platz und konnte sich knapp vor Yvan Muller halten, der im Reverse-Grid-Rennen eine starke Aufholjagd hinlegte und Fünfter wurde. Dahinter reihten sich James Nash, Pepe Oriola, Tom Coronel sowie Stefano D'Aste ein. Tom Chilton, der Sieger des ersten Laufes, beschloss die Top-10.
In der Gesamtwertung hat Tarquini nun die besten Chancen, beim Saisonfinale in Macau die Vizemeisterschaft zu fixieren. Der Italiener liegt 22 Punkte vor Chilton, sieben weitere Zähler dahinter rangiert Nash. Ebendieser Nash dürfte sich die Privatfahrerwertung kaum mehr nehmen lassen. Der Brite weist einen Vorsprung von 37 Punkten auf den bereits aus der Saison ausgestiegenen Michel Nykjaer auf, während Alex MacDowall schon 41 Zähler Rückstand hat.

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