Zunächst einmal die gute Nachricht: Nach langem Hin und Her sowie vielen Diskussionen hat Francois Duval ein Cockpit für die Rallye Monte Carlo gefunden. Der Belgier wird für das Team First Motorsport in einem Skoda Fabia antreten. Teamchef ist sein Landsmann Willy Collignon.

Der erste Haken an der Sache ist, dass Duval als WM-Sechster mit einem auf 2006 umgerüsteten Fahrzeug, unter anderem mit passivem Differential, fahren muss. Der 2005er Skoda muss also von First Motorsport angepasst werden.

"Die Elektronik soll mittels eines Ventils außer Kraft gesetzt werden, so dass im Differential ein konstanter Druck herrscht", erklärte Duval der Dernière Heure. "Das ist eine Premiere. Das Team muss spezielle Teile und Schläuche anfertigen. Keiner weiß aber, wie zuverlässig die Teile sein werden. Willy sagte mir, dass noch vier bis fünf Tage in der Garage gearbeitet werden muss, um alles zu optimieren. Anschließend werde ich einen Test in Belgien bestreiten. Wenn alles in Ordnung ist, packen wir unsere Sachen und werden das Feintuning bei richtigen Testfahrten in Frankreich durchführen."

Die Rallye Monte Carlo ist erst einmal gesichert. Was danach passiert, ist noch unklar. "Wir haben das Budget für die 10 europäischen Rallyes, abgesehen von Schweden, noch nicht beisammen", sagte Duval. "Im Moment fehlt eine knappe Million Euro. Aber die Jungs kämpfen für mich und ich bin bereit unter diesen Umständen zu fahren - ohne Gehalt und ohne sichere Zukunft. Danach bleiben uns zwei Monate, um das Geld für die Spanien Rallye aufzutreiben. Insgesamt bin ich aber zuversichtlich, dass mit dem Skoda Fabia eine schöne Sache zu realisieren ist."