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WRC - Latvala: Zwei Dezemberwochen entscheidend für Sieg

Volkswagen-Zeit verhalf ihm zum Erfolg

Jari-Matti Latvala glaubt, dass der Sieg bei der Rallye Schweden nicht möglich gewesen wäre, wenn er zwei Wochen später bei Toyota unterschrieben hätte.
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Motorsport-Magazin.com - Jari-Matti Latvala ist davon überzeugt, dass er den Grundstein für seinen Sieg bei der Rallye Schweden bereits bei seiner Ankunft bei Toyota Anfang Dezember 2016 legte. Zu diesem Zeitpunkt nämlich wurde die Homologation des Yaris WRC vorbereitet und Latvala hatte nach eigener Aussage essentielle Informationen aus seiner Zeit bei Volkswagen.

Ich habe versucht, die Informationen, die ich beim Polo gesammelt habe, einzubringen.
Jari-Matti Latvala

"Wenn ich zwei Wochen später zum Team gekommen wäre, würde ich nicht gewinnen", erklärte Latvala gegenüber Autosport und stellte damit sein Licht nicht unter den Scheffel. "Wir waren dabei, viele Details der Homologation zu klären, aber ich hatte noch 14 Tage Zeit, um meinen Beitrag zu leisten und die Dinge zu erledigen."

Latvala erklärte, dass er unter anderem an der Übersetzung des Getriebes und dem Setup des Differentials arbeitete. "Als ich das Auto beim ersten Test fuhr, habe ich viel Potential gespürt, aber das Basis-Setup war noch etwas weit von dem entfernt, was ich haben wollte, und die Einstellungen waren nicht ganz korrekt", gestand er. "Aber ich habe versucht, die Informationen, die ich beim Polo gesammelt habe, einzubringen, um damit das Auto zu entwickeln."

Mäkinen: Besser als Siege als Fahrer

Teamchef Tommi Mäkinen kündigte nach dem Triumph bei der Rallye Schweden an, dass Toyota für das nächste Event in Mexiko noch einiges in petto hat. "Wir haben ein paar Bereiche entdeckt, in denen wir unser Auto verbessern können - Fahrbarkeit, Aufhängung, Motor, Verhaltensweise", verriet er gegenüber der offiziellen Webseite der WRC. "Es gibt viele kleine Details. Natürlich ist es nichts Großes, aber wir wissen, dass wir noch recht viel zu tun haben."

Er habe gewusst, meinte Mäkinen, dass viele im Service Park dem Team nicht zugetraut haben, derartige Erfolge zu feiern. "Wir kannten unser Potential, aber natürlich wussten wir absolut nicht, was die anderen machen." Nach den ersten zwei Rallyes des Jahres sei es viel einfacher, auch wenn es nach der Rallye Monte Carlo aufgrund ihrer extremen Bedingungen nicht möglich gewesen sei, das Gesamtpaket zu analysieren. "Es war eher eine Fahrer-Rallye, während das hier eine Leistungs-Rallye ist und wir konnten sofort die starken Punkte erkennen", sagte Mäkinen.

Obwohl er als Fahrer vier Weltmeistertitel und 24 Siege feierte, war der Sieg am vergangenen Wochenende für ihn ein vollkommen neues Gefühl. "Ich finde keine Worte dafür, wie stolz ich bin", meinte er. "Es ist vollkommen anders als die Siege als Fahrer. Es ist sogar noch besser."


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