WRC

Ogier als Schneepflug unterwegs - Rallye Schweden: Die Stimmen nach Tag 1

Auch der führende Sebastien Ogier musste den Bedingungen bei der Rallye Schweden Tribut zollen. Motorsport-Magazin.com hat die Stimmen der Fahrer gesammelt.

Motorsport-Magazin.com - Sebastien Ogier, Volkswagen, Platz 1: Alles in allem ein guter Tag für uns. Die Bedingungen waren alles andere als leicht, speziell am Nachmittag, als wir als Erste auf der Strecke den frischen Schnee für die Nachfolgenden weggefegt haben. Ich habe von Beginn an alles gegeben, weil ich wusste, dass wir am Nachmittag Zeit verlieren würden. Mehr ging nicht. Am Morgen hatten wir auf der vierten Prüfung 'Svullrya' viel Glück, als wir nach einer unerwarteten Wasserdurchfahrt rausgerutscht und mit dem Zeitverlust glimpflich davongekommen sind. Ein ereignisreicher Tag, aber wir sind zufrieden.

Hayden Paddon, Hyundai, Platz 2: Es ist schön, in einen so engen Kampf um den zweiten Platz involviert zu sein, aber das Event ist noch jung. Daher werden wir die Zügel nicht schleifen lassen. Die Startposition hat heute eine wichtige Rolle gespielt. Wir wussten, dass wir auf der Nachmittagsschleife einen Vorteil haben würden. Dennoch ist es schön, daraus Kapital geschlagen zu haben. Ich habe mit jeder Prüfung mehr Selbstvertrauen im Auto bekommen, aber es liegt noch Arbeit vor uns, um mein Gefühl mit dem i20 WRC der neuen Generation zu verbessern. Heute war mein erster Rallyetag mit dem neuen Auto, daher ist es normal, dass wir noch lernen.

Mads Östberg, Ford, Platz 3: Heute Morgen waren die Bedingungen schwierig. In einigen Kurven war die Eisgrundlage gut und in einigen war Schotter. Entsprechend war es sehr schwierig, den Grip richtig einzuschätzen und Druck zu machen. Ich hatte nicht das nötige Selbstvertrauen und habe dadurch Zeit verloren. Es war etwas enttäuschend, nicht von Beginn an im Kampf zu sein, aber als dann der Schnee kam, war ich richtig happy. Es ist ermutigend, jetzt um das Podest zu fighten und ich werde sicherlich so hart ich kann pushen - unabhängig von den Bedingungen.

Die Startposition hat heute eine wichtige Rolle gespielt.
Hayden Paddon

Dani Sordo, Hyundai, Platz 5: Insgesamt hatten wir einen recht guten Tag und ich habe diese Prüfungen wirklich genossen. Der Nachmittag war etwas härter als der Vormittag, denn das Auto begann, sich am Heck etwas zu bewegen. Aber wir sind Fünfte und mitten in einem sehr engen Kampf um Platz zwei. Es ist ein guter Start und wir müssen so weitermachen.

Dani Sordo war mit dem Fahrverhalten seines Boliden nicht ganz zufrieden. - Foto: Hyundai

Andreas Mikkelsen, Volkswagen, Platz 6: Heute haben wir ein paar Fehler gemacht. Und dass wir hier nicht mit an der Spitze liegen, geht voll auf meine Kappe. Der erste Fehler auf der vierten Prüfung hätte wohl jedem passieren können, der, wie mein Teamkollege Sebastien Ogier und ich, die Route eröffnet hätte. Nach einer unvorhersehbaren Wasserdurchfahrt sind wir neben die Strecke gerutscht und hatten Glück, dass wir auf die Strecke zurückgekommen sind. Zudem habe ich mich heute einmal gedreht, die Frontpartie des Polo beschädigt und war danach einfach zu vorsichtig unterwegs. Dennoch haben wir gute Chancen auf einen Podiumsplatz - und dafür werden wir morgen und übermorgen natürlich kämpfen.

Craig Breen, Citroen, Platz 8: Die Bedingungen waren besser, als wir es erwartet hatten, vor allem heute Vormittag. Der Nachmittag war mit all dem Schnee komplizierter. Es ist ziemlich unglaublich, zu sagen, dass es zu viel war, nachdem wir die ganze Woche darauf gewartet haben! Ich werde nicht so bald vergessen, wie man mir im Ziel der siebten Prüfung gesagt hat, dass ich die drittschnellste Zeit erzielt habe... Dieser erste Tag mit dem Abu Dhabi Total WRT war fantastisch, auch wenn ich auf den letzten Prüfungen zwei kleine Fehler gemacht habe. Morgen wird mein Ziel lauten, weiter zu lernen und Fortschritte zu machen.

Eric Camilli, Ford, Platz 9: Ich bin happy über die Fortschritte, die wir heute erzielt haben. Das Gefühl mit dem Auto war gut und ich gehe einfach alles Schritt für Schritt an und verbessere mich von Prüfung zu Prüfung.

Khalid Al-Qassimi, Citroen, Platz 23: Es war ein schwieriger Tag, vor allem, weil die Prüfungen anders waren als bei der Recce. Die Bedingungen waren gut, mit viel Eis auf den Straßen. Auf der zweiten Durchfahrt war es komplexer. Es gab viel Schnee und daher weniger Grip. Wir haben mit den Dämpfereinstellungen gespielt und haben viele Informationen, die wir mit den Ingenieuren auswerten werden.

Wir hatten keine andere Wahl als durchzuhalten.
Thierry Neuville

Thierry Neuville, Hyundai, Platz 26: Es war ein frustrierender und schwieriger Tag für uns. Wir haben den Vormittag mit viel Selbstvertrauen begonnen und die Dinge liefen gut. Wir hatten zwei saubere Runs und lagen in der Gesamtwertung auf Rang drei. Auf Prüfung vier brach das hintere Differential und wir haben viel Zeit verloren. Es gab keinen Mittagsservice und es war kein Problem, das wir selbst beheben konnten. Daher hatten wir keine andere Wahl als durchzuhalten. Wir haben unser Bestes versucht, aber es war wirklich hart. Das Team wird das Problem heute Abend ansehen und wir werden morgen in alter Frische starten und hoffen darauf, dass wir die Pace von heute Morgen erreichen.

Neuville war nicht der Einzige, der sich mit Defekt über die Prüfungen schleppte - Foto: Hyundai

Jari-Matti Latvala, Ford, ausgeschieden: Knapp zwei Kilometer vor Ende der ersten Wertungsprüfung hatte ich nach einem Sprung einen Defekt an der Antriebswelle vorn links. Bei diesen Witterungsbedingungen nur mit Heckantrieb unterwegs zu sein, ist ein sehr schwieriges Unterfangen und ein massiver Zeitverlust unvermeidbar. Damit war die Rallye im Prinzip schon gelaufen, bevor sie richtig angefangen hatte. Auf der letzten Prüfung heute Nachmittag kam noch ein Aufhängungsschaden hinzu. Natürlich ist es deprimierend, aber als guter Sportsmann bleibt einem nichts anderes übrig, als nach vorn zu schauen und zu versuchen, beim nächsten Mal wieder anzugreifen.

Kris Meeke, Citroen, ausgeschieden: Die Rallye hatte für uns ziemlich gut begonnen. Ohne es zu erzwingen, waren wir zur Mitte des Tages Dritte, trotz einer ungünstigen Startreihenfolge. Unsere Position wurde zu einem Vorteil, als der Schnee fiel und wir haben eine Prüfung gewonnen. Ich bin keine Risiken eingegangen, als uns in der folgenden Prüfung das Pech ereilte. Wir haben einen Stein berührt und der Aufhängungsarm ist gebrochen. Es ist natürlich enttäuschend, aber wir werden morgen zurück sein, um Erfahrungen zu sammeln.


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