WRC

Loeb deklassiert das Feld auf WP1 - Rallye Monte Carlo: Loeb führt vor Ogier

Sebastien Loeb liegt nach zwei Prüfungen der Rallye Monte Carlo an der Spitze. 13,3 Sekunden dahinter folgt Weltmeister Sebastien Ogier vor Jari-Matti Latvala.
von Marion Rott

Motorsport-Magazin.com - Sebastien Loeb ist zurück und sofort wieder an der Spitze. Der neunfache Weltmeister demonstrierte auf den ersten beiden Prüfungen in Monte Carlo seine Klasse und nahm seinem ersten Verfolger Sebastien Ogier 13,3 Sekunden ab. Die Top-3 komplettiert Jari-Matti Latvala im zweiten Volkswagen.

Loeb deklassiert das Feld

Es war so viel Eis. Ich hatte absolut nicht das Gefühl, dass wir schnell sind.
Sebastien Loeb

Sebastien Loeb legte den Grundstein für seine Führung auf der ersten Prüfung, Entrevaux - Rouaine. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt zeigten sich die Bedingungen von der ungemütlichsten Sorte. Die Straße war feucht und von angepresstem Schnee und Eisflächen übersät. Viele Piloten sprachen von der schlimmsten Monte-Prüfung der Historie. Loeb startete als 14. in die Prüfung und baute seinen Vorsprung von Zwischenzeit zu Zwischenzeit konstant aus. Nach 21,31 Kilometer lag der Citroen-Pilot im Ziel mehr als 30 Sekunden vor Sebastien Ogier und konnte diesen Vorsprung selbst kaum fassen. "Es war so viel Eis. Ich hatte absolut nicht das Gefühl, dass wir schnell sind", schilderte der neunfache Weltmeister.

Sebastien Ogier bleibt in Schlagdistanz - Foto: Volkswagen Motorsport

Auf der zweiten Prüfung von Norante nach Digne les Bains schlug Volkswagen-Pilot Ogier aber zurück. Der amtierende Weltmeister beendete die Prüfung mit 10,7 Sekunden Vorsprung als Schnellster und schob sich auf Gesamtrang zwei nach vorne. Er hatte sich in der ersten Prüfung für die falschen Reifen entschieden, aber dennoch die drittschnellste Zeit gesetzt. "Ich war von meiner Zeit in der ersten Prüfung sehr überrascht", gab Ogier ehrlich zu. Der Weltmeister bezeichnete es als großen Nachteil, bei diesen Bedingungen der erste Pilot auf der Strecke zu sein.

Latvala und Tänak die ersten Verfolger

Vizeweltmeister Jari-Matti Latvala blieb bei schwierigen Bedingungen sehr vorsichtig und ging keine Risiken ein. Insgesamt büßte der Volkswagen-Pilot 36,1 Sekunden auf die Spitze ein, zeigte sich aber zufrieden. "Die zweite Prüfung war nicht so gut, aber immerhin sind wir angekommen", so Latvala. Mit seiner zweitschnellsten Zeit auf WP2 schob sich der Finne im Gesamtklassement an M-Sport-Pilot Ott Tänak vorbei. Der Este hatte auf der ersten Wertungsprüfung für großes Aufsehen gesorgt, da er als einziger in die Nähe von Loebs Zeit kam. Auf der finalen Prüfung des Donnerstags büßte Tänak aber 34,2 Sekunden ein und fiel auf Rang vier zurück.

Ott Tänak überzeugte bei seiner Rückkehr in die WRC - Foto: Ford

Die Top-8 werden von M-Sport-Pilot Elfyn Evans, Kris Meeke im Citroen, Andreas Mikkelsen im dritten Polo R WRC sowie Thierry Neuville im besten Hyundai i20 komplettiert. Der Belgier liegt nach zwei Prüfungen bereits 1:06.8 Minuten hinter der Spitze. "Die Prüfung war sehr gefährlich, daher musste ich eine sichere Pace fahren", schilderte Neuville seine mehr als 46 Sekunden Zeitverlust auf WP2 und fügte lachend hinzu: "Aber es ist gut, immer noch dabei zu sein. Es ist das erste Mal, dass ich am ersten Tag der Rallye Monte Carlo das Ziel sehe."

Sordo und Kubica mit großen Problemen

Mitfavorit Dani Sordo hatte bereits auf der ersten Prüfung mit großen Problemen zu kämpfen. Der Hyundai-Pilot bremste zu spät, rutschte von der Strecke und würgte den Motor ab. Sordo und sein Beifahrer mussten aussteigen, um gemeinsam mit einigen Zuschauern das Auto wieder auf die Strecke zu schieben. Bei diesem Zwischenfall beschädigte sich der Spanier die Front seines Hyundai und verlor mehr als 40 Sekunden zur Spitze. Er beginnt den Freitag auf dem zwölften Gesamtrang.

Zuerst hatte ich überhaupt keine Lichter mehr, dann ging das Auto aus und an.
Robert Kubica

Lediglich auf dem 16. Platz beendete Robert Kubica den ersten Tag in Monte Carlo. Der Pole drehte sich und beim Versuch, den Rückwärtsgang einzulegen, verlor er die Scheinwerfer und die Lichtmaschine. "Zuerst hatte ich überhaupt keine Lichter mehr, dann ging das Auto aus und an", schilderte der Ford-Pilot. "Wir konnten das Auto neustarten und weiterfahren. Das ist das wichtigste, auch wenn wir viel Zeit verloren haben." Kubica fehlen nach zwei Prüfungen bereits 5:13.5 Minuten zur Spitze.

Ergebnis nach zwei Prüfungen

1. Sebastien Loeb, Citroen 30:08.2
2. Sebastien Ogier, Volkswagen +13.3
3. Jari-Matti Latvala, Volkswagen +36.1
4. Ott Tänak, Ford +38.6
5. Elfyn Evans, Ford +47.4
6. Kris Meeke, Citroen +59.8
7. Andreas Mikkelsen, Volkswagen +59.9
8. Thierry Neuville, Hyundai +1:06.8
9. Mads Östberg, Citroen +1:08.7
10. Henning Solberg, Ford +1:17.6


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