Im Jahr 2001 schaffte sie für Mitsubishi den großen Coup: Die heute 32-jährige Jutta Kleinschmidt gewann das anerkannt schwerste Autorennen der Welt – Die Dakar Rallye.

"Ich weiß noch, wie ich beim Start der Dakar 2002 in Aaras auf der Bühne stand. Das war das beeindruckendste Erlebnis meines Lebens", erinnert sich die VW-Pilotin kurz vor dem Start in die 27. Ausgabe der Paris-Dakar an das Jahr nach ihrem großen Erfolg zurück. "Es herrschte großes Gedrängel. Als Vorjahressiegerin durfte ich als Erste losfahren. 10 Minuten wurde ich gefeiert, alle riefen ,Jutta, Jutta!' Ich kam mir vor wie ein Popstar."

Nach dem freiwilligen Wechsel von Mitsubishi zu VW reichte es im vergangenen Jahr nur für Platz 21. Für Kleinschmidt kein Problem. "Ich habe 2002 die Entscheidung getroffen, aus einem Topteam auszuscheiden und für ein nagelneues Team zu fahren", begründet sie in der Welt ihren Umstieg. "Das war eine große Herausforderung, dafür habe ich den Karriereknick in Kauf genommen. Wenn Routine einsetzt, fange ich mich an zu langweilen. Mir war klar, dass wir mit Volkswagen mindestens drei Jahre brauchen, um an die Spitze anzuknüpfen. Ich bin mir 100prozentig sicher, dass wir ganz oben ankommen werden."

Und dann möchte sie auf eine harte Aufbauarbeit mit VW zurückblicken, welche ihr das Gefühl geben soll ein eigenes Team aufgebaut zu haben. "Dass sich ein deutscher Hersteller für mich und meinen Sport interessiert, war ein Riesenkompliment", so Kleinschmidt. "Bei Mitsubishi war ich nur eine Nummer. Man kriegt sein Auto, darf ein paar Verbesserungen vorschlagen. Ob die angenommen werden, sei mal dahingestellt. Bei Volkswagen konnte ich viele Dinge verwirklichen. Sie haben auf meine Erfahrung gesetzt. Es ist mein Team. Ich habe es mit aufgebaut. Ich bin stolz darauf. Selbst auf kleine Erfolge wie letztes Jahr den Etappensieg zum Beispiel."