WRC

Podest ist Minimalziel - Neuville will in Deutschland hoch hinaus

Thierry Neuville, Mads Östberg und Evgeny Novikov wissen um die Herausforderungen der Rallye Deutschland, haben sich aber ein gutes Resultat fest vorgenommen.
von Marion Rott

Motorsport-Magazin.com - Die Rallye Deutschland steht am kommenden Wochenende auf dem Programm. Für Thierry Neuville eine besondere Veranstaltung, denn keine andere Veranstaltung liegt näher an seiner Heimat Belgien. "Ich freue mich wirklich auf dieses Event - es ist praktisch eine Heimrallye für uns", erklärte der Ford-Pilot.

Ich habe auf Asphalt mehr Erfahrung und fühle mich auf diesem Untergrund selbstsicherer. Daher möchte ich definitiv aufs Podest fahren
Thiery Neuville

Durch seinen zweiten Rang in Finnland ist der Belgier nun punktgleich mit Jari-Matti Latvala in der WM und hat sich für die erste richtige Asphalt-Rallye im Jahr 2013 viel vorgenommen. "Ich habe auf Asphalt mehr Erfahrung und fühle mich auf diesem Untergrund selbstsicherer. Daher möchte ich definitiv aufs Podest fahren", zeigte sich Neuville sehr zuversichtlich.

Wichtig ist bei der Rallye Deutschland laut dem Belgier ein sauberer und glatter Fahrstil und ein gutes Setup, um selbstbewusst auf die Kreuzungen zuzufahren. "Dieses Event kann in den Weinbergen gewonnen und verloren werden", mahnte der Ford-Mann. "Die Prüfungen sind wirklich eng, was es mit einem World Rally Car nicht einfacher macht. Du kannst das Auto nicht sliden lassen, da dies einen großen Zeitverlust bedeutet." Bereits kürzlich testete M-Sport für die erste Asphalt-Rallye des Jahres, an diesem Wochenende standen weitere Tests an, nach welchen Neuville voller Selbstvertrauen in den deutschen WM-Lauf startet.

Es ist wichtig, in der Lage zu sein, seinen Rhythmus schnell verändern zu können.
Mads Östberg

Ebenfalls hochmotiviert ist Mads Östberg. Der Norweger stand gemeinsam mit Neuville in Finnland auf dem Podest und würde dieses Resultat in Deutschland gerne wiederholen. Der Ford-Mann sicherte sich 2012 in Deutschland mit Rang vier sein bisher bestes Ergebnis. "Wir machten letztes Jahr einen guten Schritt und ich hoffe, dass wir das fortsetzen können", freute sich Östberg. "Nach Finnland ist unser Selbstvertrauen hoch und wir wissen, dass wir die Pace und das Auto haben, um ein Top-Ergebnis einzufahren."

Der Norweger hat seinen Fahrstil auf Asphalt nochmals verändert, wie groß die Auswirkungen bei dieser kniffligen Rallye sein werden, möchte er noch nicht prognostizieren. "Es ist wichtig, in der Lage zu sein, seinen Rhythmus schnell verändern zu können", erklärte er. Zwar sind die Prüfungen durch die hohe Anzahl an Kreuzungen und Richtungsänderungen recht identisch, der Charakter des Asphalts ändert sich aber laufend. "Von Weinbergen zu Beton und Wals bis hin zu offenen Straßen - und du musst in der Lage sein, dich daran anzupassen."

Evgeny Novikov will clever fahren - Foto: Ford

Diese Art von Anpassung stellt vor allem für Evgeny Novikov eine Herausforderung dar. Der Russe war erst einmal bei der Rallye Deutschland am Start und kennt die Strecken kaum. Als größte Herausforderung wertet der M-Sport-Mann den Dreck auf der Strecke, der durch das Schneiden der Kurven entsteht. "Bei dieser Rallye müssen viele Dinge berücksichtigt werden und es gilt, eine wirklich clevere Rallye zu fahren", erklärte Novikov, der damit auf die richtige Reifenwahl zur richtigen Zeit sowie das unvorhersehbare Wetter ansprach.


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