Acht Wochen mussten die Fahrer und Teams der WEC seit dem letzten Rennen in Sao Paulo (13. Juli) warten, bis es mit dem nächsten Lauf in Austin, Texas weitergeht - und schon stand die nächste Pause an: Das 1. Freie Training musste am Freitag kurz nach dem Beginn für fast eine Stunde mit roten Flaggen unterbrochen werden. Es war die erste von vier roten Flaggen in der auf 90 Minuten angesetzten Session.
Ein technisches GPS-Kommunikationsproblem zwischen der Rennleitung und den Autos auf der Strecke sorgte für die langwierige Unterbrechung. Die Session wurde deshalb um eine Stunde verlängert und das 2. Training um eine halbe Stunde nach hinten verschoben.
WEC-Training in Austin: Die Flaggen-Farce (Deutsche Uhrzeit)
- 18:38 Uhr: 1. Abbruch - Raffaele Marciello (BMW) fällt mit Hybrid-Problem aus
- 18:48 Uhr: Rennleitung meldet GPS-Problem
- 19:31 Uhr: Grüne Flaggen, Training wird fortgesetzt
- 19:57 Uhr: 2. Abbruch - GT3-Aston-Martin Vantage verunfallt
- 20:15 Uhr: Grüne Flaggen, Training wird fortgesetzt
- 20:43 Uhr: 3. Abbruch - Alex Lynn (Cadillac) bleibt auf Strecke liegen
- 20:50 Uhr: Grüne Flaggen, Training wird fortgesetzt
- 21:00 Uhr: 4. Abbruch - GT3-Corvette fällt mit Problem (Vorderradaufhängung) aus
- 21:01 Uhr: Training vorzeitig beendet
WEC in Austin: Training beginnt mit einer Stunde Unterbrechung
Das alles spielte sich bereits unter roten Flaggen ab: Auslöser war Raffaele Marciello, dessen #15 BMW M Hybrid V8 nach acht Minuten wegen eines Problems mit dem Hybridantrieb in Kurve 13 stehen geblieben war. Zehn Minuten später, noch unter roten Flaggen, meldete die Rennleitung das Kommunikationsproblem. Weiter ging es erst nach 57 Minuten.
Bei knackigen 35 Grad Außentemperatur (Strecke: 44 Grad) vergingen allerdings nur 26 Minuten bis zur nächsten Unterbrechung. Derek Deboer im #10 Aston Martin Vantage GT3 von Spirit of Leman war der Auslöser für die roten Flaggen, nachdem der Amateur-Pilot das Auto auf seiner Outlap in die Reifenstapel befördert hatte. Der Abschleppvorgang dauerte 18 Minuten, bis das Training fortgesetzt werden konnte. Diesmal wurde keine zusätzliche Session-Zeit addiert.

Viermal rote Flaggen im 1. Freien Training
Die Session entwickelte sich zu einer Farce, als 20 Minuten später der dritte Abbruch folgte: Diesmal war Alex Lynn mit seinem #12 Cadillac V-Series.R auf der Strecke liegengeblieben und musste abgeschleppt werden. Nach der siebenminütigen Zwangspause standen den Herstellern nur noch 10 Minuten Zeit zur Verfügung, um zumindest einen Teil ihres geplanten Programms abspulen zu können.
Nach der vierten roten Flagge (Auslöser: Rui Andrade in der #81 Corvette von TF Sport) hatte die Rennleitung genug gesehen und beendete das Training bei einer verbleibenden Minute vorzeitig. Die meisten Hypercars legten bis zum Ende etwas mehr als 30 Runden zurück. Die Aussagekraft der Rundenzeiten und Long Runs hielt sich angesichts der Flaggen-Orgie stark in Grenzen.
Der Vollständigkeit halber: Der #12 Cadillac (Stevens, Lynn, Nato) sicherte sich die Bestzeit in 1:53.584 Minuten - exakt eine Zehntelsekunde langsamer im Vergleich zu den Zeiten aus dem Vorjahr. Platz zwei ging an den #007 Aston Martin Valkyrie (Tincknell, Gamble) mit 0,129 Sekunden Rückstand. Auf den Positionen drei und vier folgten der #83 AF-Corse-Ferrari (Kubica, Ye, Hanson) sowie der zweite Valkyrie (Riberas, Sorensen). Der #36 Alpine um Mick Schumacher (Schumacher, Gounon, Makowiecki) beendete das Training auf Rang zehn.
Alpine rechnet sich nach zuletzt eher schwierigen Auftritten in Austin ein gutes Ergebnis aus und will an die beiden Podestplätze aus Imola und Spa anknüpfen. "Austin zählte letztes Jahr zu unseren besten Strecken", sagte Alpine-Sportdirektor Nicolas Lapierre vor dem Beginn des 1. Trainings. "Wir wollen zu der Pace zurückfinden, die wir vor Le Mans hatten. Es wird aber kein einfaches Wochenende, weil es am Sonntag deutlicher kühler werden soll und wahrscheinlich regnen wird."
WEC Austin 2025: Ergebnis zum 1. Freien Training
WEC heute in Austin: So geht es weiter
Das 2. Freie Training folgt am heutigen Freitag von 23:30 bis 01:00 Uhr deutscher Zeit. Bei den Freien Trainings verzichtet die WEC grundsätzlich auf eine Bildübertragung, es steht lediglich ein Live-Timing zur Verfügung. Alle Infos zum kompletten Zeitplan für das Rennwochenende in Austin findet ihr in diesem Artikel:



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