WEC - Sicherheitsanforderungen nicht erfüllt

Strakka-Dome: Endgültiges Aus für 2014

Die Posse um den von Strakka Racing betreuten Dome S103 geht weiter: Auch aus dem geplanten Start in Brasilien wird nichts.
von Heiko Stritzke

Motorsport-Magazin.com - Nun ist offiziell, was viele Fans ohnehin schon haben kommen sehen: Der Dome S103, der ursprünglich seit Beginn der Saison am Start hätte stehen sollen, wird auch in Brasilien nicht antreten. Mehrfach war das Debüt des Fahrzeugs verschoben worden, zuletzt auf das Saisonfinale in Interlagos am 30. November. Doch auch daraus wird jetzt nichts: Strakka Racing taucht nicht in der Nennliste auf und hat das Debüt auf 2015 verschoben.

Wir werden sichergehen, dass 2015 die vergangenen zwölf Monate wettmacht.
Karl Patnam

Das Fahrzeug existiert seit geraumer Zeit und hat auch nach der Umgestaltung der Heckpartie zahlreiche Testfahrten mit den Fahrern Nick Leventis, Danny Watts und Jonny Kane absolviert, insbesondere auf dem Hungaroring und in Silverstone, bei denen über 3.500 Kilometer zurückgelegt werden konnten. Der Knackpunkt liegt bei der Homologation. Ein offizielles Statement von Strakka Racing besagt: "Ein Problem bei der Befestigung der Kopfstütze bedeutet, dass das Fahrzeug vermutlich nicht die Sicherheitsanforderungen der FIA erfüllt hätte." Der Rückzug erfolgt somit aus eigenen Stücken.

Team Manager Karl Patnam fügte hinzu: "Wegen der Probleme, die wir hatten, mussten wir die Saison leider abschreiben. Wir haben viel Performance im Fahrzeug gesehen und wissen, wozu es in der Lage ist. Jetzt müssen wir auf 2015 warten, um es allen zu zeigen." Wie schon vor Le Mans entschuldigte sich Strakka Racing bei Organisatoren, Partnern und Fans für das Fehlen, doch man wolle es 2015 wieder versuchen: "Trotz aller Rückschläge in diesem Jahr werden wir der FIA WEC erhalten bleiben. Wir werden sichergehen, dass 2015 die vergangenen zwölf Monate wettmacht."

Redaktionskommentar

Motorsport-Magazin.com meint: Also wirklich glaubwürdig ist das Ganze nicht. Da bereitet sich das Team die gesamte Saison auf das letzte Rennen vor, testet 3.500 Kilometer, und dann soll es plötzlich an einer Kopfstützenhalterung scheitern? Das kann doch nicht so stimmen, zumal die Homologation bereits im Oktober erfolgt war. Was auch immer das Problem ist, es muss tiefer liegen. Mangelnde Performance? Finanzierung? Ein genereller Konstruktionsfehler? Man kann da nur spekulieren. Was auch immer es ist: Ob der Dome S103 überhaupt noch Kunden findet (ursprünglich stand angeblich schon ein Käufer fest), darf nach dieser Pleitenserie bezweifelt werden. (Heiko Stritzke)


Weitere Inhalte:
Motorsport-Magazin.com fragt
Wir suchen Mitarbeiter