VLN

VLN 1: Rennergebnis und Fakten zum Saisonauftakt 2019

BMW gewinnt den Auftakt auf der Nordschleife. Schwerer Unfall im Qualifying. Debüt für Fabian Vettel. Starker Nebel führt zu verkürztem Rennen.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - BMW gewinnt Saisonauftakt: Nick Catsburg, Marco Wittmann und John Edwards triumphierten bei der 65. ADAC Westfalenfahrt im BMW M6 GT3 von ROWE Racing. Der Vorsprung auf Fred Makowiecki und Patrick Pilet im Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing auf Platz zwei betrug am Ende 5,486 Sekunden. Mit Platz drei komplettierten Connor De Phillippi, Tom Blomqvist und Mikkel Jensen im ROWE-Schwesterfahrzeug.

VLN 1: Top-10 im Überblick

1. #99 Catsburg / Wittmann / Edwards (BMW M6 GT3)
2. #912 Makowiecki / Pilet (Porsche 911 GT3 R)
3. #98 De Phillippi / Blomqvist / Jensen (BMW M6 GT3)
4. #4 Bachler / Bergmeister (Porsche 911 GT3 R)
5. #31 Campbell / Jaminet (Porsche 911 GT3 R)
6. #5 Kolb / Stippler (Audi R8 LMS)
7. #48 Götz / Hohenadel / Marciello (Mercedes-AMG GT3)
8. #3 Imperatori / Klingmann (BMW M6 GT3)
9. #7 Di Martino / Mapelli / Perera (Lamborghini GT3)
10. #32 Haase / Winkelhock (Audi R8 LMS)

Code-60-Phase entscheidet über Rennausgang: Porsche-Fahrer Pilet war in Führung liegend in die letzte Runde gegangen und hatte am Ende doch das Nachsehen. BMW-Kontrahent Edwards reagierte am Ende einer Code-60-Phase schneller und schnappte sich die Führung. Die Rennleitung überprüfte unmittelbar nach dem Zieleinlauf die Onboard-Kamera des Porsche und bestätigte schließlich das Ergebnis. "Der Porsche-Fahrer hat vielleicht etwas geschlafen", grinste Wittmann. Pilet nahm die Niederlage gelassen: "So ist eben manchmal das Leben."

Verkürztes Rennen: Der Saisonauftakt begann am Samstag aufgrund starken Nebels mit geschlagenen vier Stunden Verspätung. Das auf 60 Minuten verkürzte Zeittraining wurde erst um 12:30 Uhr freigegeben. Das Rennen startete um 15:28 Uhr über die ebenfalls verkürzte Distanz von 2:45 Stunden statt der eigentlich vorgesehen 4 Stunden. Der Zieleinlauf des Sieger-BMW erfolgte am Samstagabend um 18:24 Uhr.

Viper-Rückkehr: Zakspeed startete 20 Jahre nach dem ersten Einsatz wieder mit der ikonischen Chrysler Viper auf der Nordschleife. Der V10-Rennwagen erhielt erst am Freitagabend vor dem Rennen seine Balance-of-Performance-Einstufung. Am Steuer der schwarz-gelben Viper wechselten sich Florian Strauß, Christian Mamerow und Jeroen Bleekemolen ab. Beim ersten VLN-Rennen landete das Fahrzeug auf dem 21. Gesamtplatz sowie auf P17 in der SP9-Pro-Klasse, in der 20 Autos angetreten waren.

Ein echter Hingucker: Die Zakspeed-Viper auf Dunlop-Reifen - Foto: Dunlop

Mercedes schießen sich gegenseitig ab: Bei seinem ersten Auftritt mit dem Mercedes-AMG GT3 erlebte das neue Customer Racing Team GetSpeed Performance zu Beginn des Rennens eine Schrecksekunde: Nach einem Dreher kollidierte Startfahrer Fabian Schiller im Mercedes-AMG GT3 #23 GetSpeed Rooster Rojo mit dem Markenkollegen vom BLACK FALCON Team AutoArena Motorsport #6 und Yelmer Buurman am Steuer. Beide Fahrzeuge konnten das Rennen nicht fortsetzen, die Fahrer blieben unverletzt.

Vettel-Debüt: Der GetSpeed Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 24 und dem Fahrertrio Fabian Vettel, Indy Dontje und Philip Ellis beendete das Rennen auf Platz 14. Dabei feierte Vettel, Bruder von Formel 1-Fahrer Sebastian Vettel, seine Premiere im Mercedes auf der Nürburgring-Nordschleife. Schon in wenigen Wochen wird Vettel auch in der ADAC GT Masters hinter dem Steuer eines Mercedes-AMG GT3 Platz nehmen. Vettel: "Das erste Rennen für mich im Mercedes-AMG GT3 hier auf der Nordschleife war der Hammer! Ich wollte nach meinem Stint gar nicht raus aus dem Fahrzeug."

Sechsfacher Überschlag: Beim Qualifying zum VLN-Rennen ereignete sich im Bereich Brünnchen ein schwerer Unfall. Der VW Jetta des Teams XXL Racing verlor nach der Kollision mit einem BMW die Kontrolle und überschlug sich sechsmal. Das Auto landete schließlich auf der Streckenbegrenzung. Der Fahrer soll es laut Angaben des Teams gut gehen, er habe sich selbst aus dem zerstörten Jetta befreien können.

Unterwegs mit Dunlop: Novum in der VLN 2019: Die TCR-Teams gingen auf der Nordschleife exklusiv auf Dunlop an den Start. Für die Fahrer mit TCR-Autos wie Audi RS3 LMS, Honda Civic, Hyundai i30 N, Opel Astra, Cupra und Volkswagen Golf GTI standen zwei unterschiedliche Slick-Reifen sowie Regenreifen in der Dimension 265 / 660 R18 zur Verfügung. Dunlop auch Partner von BMW Motorsport in der BMW-Cup-Klasse. Alle Fahrzeuge werden mit exklusiven Rennreifen in der Dimension 265 / 660 R18 ausgestattet.

Brundle am Start: Mit Martin Brundle startete ein früherer Formel-1-Star erstmals auf der Nordschleife. Auf dem Weg zu seiner großen Nordschleifen-Lizenz - der Brite plant noch in diesem Jahr ein gemeinsames VLN-Rennen mit seinem Sohn Alex - teilte Brundle sich den Aston Martin Vantage V8 mit Marco Müller und Alexander West. Zusammen fuhr das in der SP8-Klasse gestartete Trio 17 Runden. "Ich habe in diesen zwei Tagen so viel gelernt", sagte der 59-Jährige, der auf 158 F1-Rennen zurückblickt.

Das nächste Rennen: Der zweite Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet in drei Wochen statt. Das 44. DMV 4-Stunden-Rennen führt am 13. April über die gewohnte Distanz von vier Stunden. Motorsport-Magazin.com zeigt den kompletten Renntag in der Eifel wie gewohnt im kostenlosen Live-Stream.


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