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VLN 7: Frikadelli holt Nordschleifen-Podium auf Dunlop

Frikadelli Racing fährt beim siebten VLN-Lauf 2018 mit Dunlop auf Platz zwei. Norbert Siedler bleibt trotz sensationellem Schlussspurt unbelohnt.

Motorsport-Magazin.com - Superperformance auf Dunlop-Reifen: Beim siebten Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring konnte das Frikadelli Racing Team auf ganzer Linie überzeugen. Die von Dunlop ausgestatteten Publikumslieblinge der VLN-Fans zeigten sich an diesem Wochenende in Bestform. Norbert Siedler (Österreich) und Lance David Arnold (Duisburg) holten im Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 31 den zweiten Platz.

Im zweiten "Elfer" des Teams belegten Klaus Abbelen (Barweiler), Felipe Laser (Leipzig) und Alexander Müller (Schweiz) am Ende Platz fünf. Beide Fahrzeuge sammelten dabei zwischenzeitlich auch Führungskilometer und bildeten gegen Rennmitte sogar das Spitzenduo.

In dem mit 150 Fahrzeugen gut besetzten Feld konnten sich die Fans über ein äußerst spannendes Geschehen freuen, bei dem Nuancen über Sekt oder Selters entschieden. Schon beim Zeittraining am Morgen hatte das Frikadelli-Team seine Ansprüche angemeldet, als Lance-David Arnold gleich zu Beginn die Acht-Minuten-Marke auf der 24,433 km langen Kombination aus Kurzanbindung der Grand-Prix-Strecke und der legendären Nordschleife unterbot. "Der Porsche 911 GT3 R fühlte sich gut an", freute sich der Nordschleifenroutinier nach dem Parforceritt, der ihm die vorläufige Pole einbrachte. "Ich hatte nicht nur freie Fahrt, sondern konnte auch die kühle Luft am Morgen nutzen, die dem Motor ein wenig Extraleistung beschert. Die Mehrleistung machte sich auf der Nordschleife gerade auf den Bergauf-Passagen bemerkbar."

Auch wenn es am Ende nur für die dritte Reihe in der Startaufstellung reichte: Diese Ausgangsposition nutzten die beiden 911 GT3 R des Rennstalls perfekt aus. Ein konzentrierter Formationsflug zu Rennbeginn brachte beide nach vorne, und die Dunlop-bereiften "Elfer" sprachen im Anschluss während des gesamten Rennverlaufs ein Wörtchen mit, wenn es um die Vergabe der Spitzenplätze ging.

Nach einem ereignisreichen Rennen war der Frikadelli-Porsche mit der #31 nach dem letzten Boxenstopp schließlich bis auf die zweite Position nach vorne gefahren. Norbert Siedler wurde zu einem der Hauptdarsteller in der Schlussphase, als er mit einer Reihe schneller Rundenzeiten die Lücke auf den führenden AMG-Mercedes nach und nach zufahren konnte. Doch den letztlich siegreichen Ex-DTM-Piloten Hubert Haupt konnte er nicht mehr einholen.

"Das war wirklich knapp", sagte Siedler nach dem Rennen. "Unser Auto war vom Team perfekt vorbereitet und lief hervorragend. Dieses Potenzial haben Lance und ich im Rennen auch super nutzen können - ganz am Schluss lag der Sieg sogar greifbar nahe. Letztlich hat uns eine Code-60-Phase kurz vor Schluss aber den Gesamtsieg gekostet. Denn die Erstplatzierten konnten so Tempo herausnehmen und eine Runde weniger fahren. Wäre das Rennen ungehindert weitergelaufen, hätten sie noch einmal zum Nachtanken an die Box gemusst, das wäre für uns der Sieg gewesen."

Trotzdem war auch der zweite Platz für das Team und seinen Reifenausrüster erfreulich, hatten die Pneus doch in einem gnadenlosen Vier-Stunden-Fight gezeigt, dass sie nicht nur standfest, sondern auch äußerst leistungsfähig sind. "Heute war von der ersten Runde an Sprinttempo angesagt", resümierte Renndienstleiter Alexander Kühn nach dem Rennen. "Die Dunlop-Reifen für die GT3-Fahrzeuge haben heute exzellente Performance gezeigt. Am Ende lag es wohl nur an der etwas glücklicheren Wahl der Boxenstopp-Zeitpunkte und an der finalen Code-60-Phase, wer ganz oben auf dem Siegerpodium stand. Abgesehen davon waren wir voll konkurrenzfähig, und die beiden Frikadelli-Porsche haben mit ihrer zeitweiligen Doppelführung das große Potenzial unserer Reifen deutlich bewiesen."

Klassensieg für Dunlop in der SP8

Nicht nur beim Kampf um den Gesamtsieg machte Dunlop beim siebten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft eine gute Figur. Auch in der Meisterschaftswertung setzte sich ein Dunlop-Team durch. Auf dem Ferrari 458 der racing one GmbH gingen Christian Kohlhaas (Andernach) und Stephan Köhler (Dreieich-Buchschlag) als Klassensieger der SP8 durchs Ziel. Sie hatten sich im Rennen von Platz 20 bis auf die elfte Gesamtposition nach vorne gefahren und gewannen ihre Klasse souverän. Damit sammelten sie wichtige Punkte für den Kampf um den prestigeträchtigen Titel und treten auch beim vorletzten Saisonlauf am 6. Oktober als Gesamtführende an.

Im Volkswagen Golf GTI TCR gewannen außerdem Werner Guesenbauer (Ploching) / Moritz Oestereich (Maintal) die Klasse Sp3T für das Team Nigrin Motorsport. "Dieser Klassensieg freut uns besonders", so Dunlop-Renndienstleiter Alexander Kühn. "Denn sie haben eigens die Fahrzeugklasse gewechselt, um auf Dunlop antreten zu können. Und ich freue mich, dass der Klassensieg bestätigt, dass diese Entscheidung richtig war." Ebenfalls auf Dunlop wurde der Klassensieg in der Klasse der Produktionswagen V5 (über 2,5 bis 3,0 Liter Hubraum) erzielt. Hier hatten Norbert Fischer (Köln), Christian Konnerth (Winnenden) und Daniel Zils (Bendorf) im Porsche Cayman des Pixum Team Adrenalin Motorsport aus Heusentamm die Nase vorne.


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