Superbike WSBK

WSBK Thailand 2019: Bautista gewinnt Lauf 1 trotz Schreckmoment

Viertes Rennen, vierter WSBK-Sieg für Alvaro Bautista! Der Ducati-Pilot lässt sich in Lauf 1 von Thailand auch durch einen Beinahesturz nicht stoppen.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Alvaro Bautista dominiert die Superbike-WM-Saison 2019 weiterhin nach Belieben. Trotz einer Schrecksekunde in der Startphase fährt der Ducati-Mann die Konkurrenz in Lauf 1 von Buriram einmal mehr in Grund und Boden. Bautista holt seinen vierten Sieg im vierten WSBK-Rennen, Jonathan Rea wird Zweiter vor Alex Lowes.

Die Schlüsselszene in Lauf 1 von Thailand

In Runde acht holt sich Bautista die am Start verlorene Führungsposition von Jonathan Rea zurück. Er braust auf der Geraden nach Turn 1 mit Leichtigkeit an seinem Rivalen vorbei und kann das Rennen in der Folge an der Spitze kontrollieren.

WSBK Thailand 2019: Der Rennfilm

Start: Alvaro Bautista kann seine Pole Position zunächst verteidigen, doch in Kurve eins kann der von P2 gestartete Jonathan Rea eine wesentlich bessere Linie fahren und beschleunigt Bautista am Ausgang aus.

1. Runde: Hinter Rea und Bautista formieren sich Alex Lowes, Tom Sykes, Michael van der Mark, Leon Haslam und Sandro Cortese.

2. Runde: Rea, Bautista und Lowes können sich an der Spitze etwas absetzen. Sykes bremst den Rest des Feldes ein.

3. Runde: Bautista greift in Kurve drei Rea an, ist kurzzeitig an ihm vorbei, muss aber weitgehen und Rea schlüpft wieder durch. Am Kurvenausgang kommt es zwischen Bautista und Rea zur Berührung. Bautista kommt beinahe zu Sturz, wodurch auch Lowes an ihm vorbeigeht.

Nach einem missglückten Angriff in der letzten Kurve kann sich Bautista schließlich auf der Start-Ziel-Geraden P2 von Lowes zurückholen. Auf Rea fehlt ihm nur aber gut eine Sekunde.

Eugene Laverty stürzt unterdessen aus dem Rennen.

4. Runde: Rea fährt einen neuen Rundenrekord und baut seinen Vorsprung weiter aus.

5. Runde: Lowes kann das Tempo von Rea und Bautista nicht mitgehen. Er führt die Verfolgergruppe mit van der Mark und Haslam an, dahinter liegen Melandri, Cortese, Davies und Sykes.

6. Runde: Bautista hat sich von seinem Schreckmoment in Runde 3 erholt und nähert sich Rea nun wieder an. Am Ende von Lap 6 liegt er nur noch knapp vier Zehntel hinter dem Weltmeister.

8. Runde: Bautista kommt ausgezeichnet aus Kurve eins und geht auf der folgenden Geraden ohne Probleme an Rea vorbei. Die Ducati hat den mit Abstand besten Topspeed im Feld.

Chaz Davies stürzt in Kurve drei, kann das Rennen aber fortsetzen.

12. Runde: Bautista verliert am Ausgang von Kurve vier kurzzeitig die Kontrolle über seine Ducati und verliert sofort einige Zehntel auf Rea. Der Vorsprung beträgt aber immer noch über sechs Zehntel.

13. Runde: Hinter dem Führungsduo braut sich ein spannender Fight um die letzte Podiumsplatzierung zusammen. Lowes, van der Mark, Melandri und Haslam sind durch weniger als eine Sekunde getrennt.

15. Runde: Melandri und Haslam berühren sich nach einem Fight in der letzten Kurve auf der Start-Ziel-Geraden. Lowes und van der Mark können sich in der Folge absetzen, die Yamaha-Werkspiloten machen sich Platz drei aus.

16. Runde: Bautistas Pace ist auch im ersten Rennen von Thailand für keinen seiner Gegner erreichbar. Er hat seinen Vorsprung gegenüber Rea innerhalb weniger auf über vier Sekunden geschraubt.

Ziel: Bautista gewinnt mit mehr als acht Sekunden vor Rea. Lowes verteidigt Rang drei gegen Teamkollege van der Mark. Haslam wird Fünfter vor Melandri.

So lief Lauf 1 in Thailand für Sandro Cortese und Markus Reiterberger

Sandro Cortese kann seine ausgezeichnete vierte Startposition im Rennen nicht ganz bestätigen. Er fällt bereits in der Anfangsphase auf Rang sieben zurück und muss im letzten Rennviertel zunächst auch noch Michael Ruben Rinaldi vorbeilassen. Cortese kontert im Finale aber und so bleibt für den Yamaha-Piloten Platz sieben.

Ernüchterndes Rennen für Markus Reiterberger: Er fällt wie Landsmann Cortese im Lauf des Rennens zurück. Reiterberger war von Platz elf gestartet. Der BMW-Mann kommt schließlich als 14. ins Ziel. Nur der gestürzte Davies, Thitipong Warokorn und Alessandro Delbianco landen hinter ihm.

Die Stimmen vom WSBK-Podium in Thailand

Alvaro Bautista (Sieger, Ducati): "Heute war es für mich schwieriger als in Australien. Ich wusste, dass es auf einen Kampf gegen Jonathan rauslaufen wird, weil wir in den Trainings eine sehr ähnliche Pace hatten. Mein Start heute war nicht so gut, in Kurve eins bin ich weit gegangen und habe die Führung verloren. Dann habe ich gegen Jonathan gekämpft und wir haben uns in Kurve drei berührt. Ich hatte großes Glück und wäre fast gestützt. Dann konnte ich mich aber zurückkämpfen und meine Pace finden. Als ich dann wieder an Jonathan dran war, habe ich einfach versucht ihn schnell zu überholen und dann voll zu pushen. Ich habe mich auf dem Bike nicht zu 100 Prozent wohlgefühlt, vor allem beim Bremsen. Aber wir konnten das Rennen gewinnen, deshalb bin ich natürlich happy."

Jonathan Rea (Zweiter, Kawasaki): "Ich bin wirklich zufrieden. Ich habe mein Bestes gegeben und hatte ein super Paket zur Verfügung. In den kurvigen Sektoren konnte ich voll pushen und hatte wirklich Spaß, gegen Alvaro hatte ich aber wieder keine Chance. Wir können es nur weiter versuchen. Vielleicht kann ich im Superpole-Rennen morgen über zehn Runde mit voller Intensität fahren, aber über 20 Runden ist das Risiko einfach zu groß. Wir müssen herausfinden, wie wir den Vorderreifen besser verwalten können."

Alex Lowes (Dritter, Yamaha): "Ich hatte gehofft, etwas näher an Rea und Bautista dran zu sein. Ansonsten bin ich mit meinem Rennen zufrieden, ich habe mich nur mit dem Vorderrad nicht ganz wohlgefühlt. Wenn du dann 17 Runden lang +0 auf deinem Pitboard siehst, musst du cool bleiben. Wir haben heute gute Arbeit geleistet. Hoffentlich können wir die Yamaha am Sonntag noch ein bisschen weiter oben auf das Podium bringen."


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