Superbike WSBK

WSBK Aragon 2017: Die große Vorschau mit allen Infos zu Zeitplan, Teams etc.

Superbike-WM goes Europa! Nach zwei Wochenenden in Übersee starten Bradl und Co. wieder auf dem alten Kontinent. Alle wichtigen Infos dazu gibt's hier:
von Tobias Ebner

WSBK Aragon 2017: Der Zeitplan

Fr. 31.03.2017:
09:45 Uhr - 10:45 Uhr: 1. Freies Training
14:30 Uhr - 15:30 Uhr: 2. Freies Training

Sa. 01.04.2017:
08:45 Uhr - 09:10 Uhr: 3. Freies Training
10:30 Uhr - 10:45 Uhr: Superpole 1
10:55 Uhr - 11:10 Uhr: Superpole 2
13:00 Uhr: Start Rennen 1

So. 02.04.2017:
09:30 Uhr - 09:45 Uhr: Warm Up
13:00 Uhr: Start Rennen 2

WSBK Aragon 2017: Blick auf Bradl, Reiterberger, Krummenacher

Stefan Bradl schielt auf die Top-10 in Aragon - Foto: Honda
Der Kurs in Aragon passt besser zu unserem aktuellen Paket.
Stefan Bradl

Stefan Bradl: Zuletzt in Thailand ging es schon etwas weiter nach vorne für Stefan Bradl, und so soll es auch am kommenden Wochenende in Aragon weiter gehen. "Ich denke, wir können die Ergebnisse aus den ersten beiden Wochenenden weiter verbessern. Der Kurs passt besser zu unserem aktuellen Paket", ist der Deutsche überzeugt. Zudem geht es nun auf eine Strecke, die Bradl gut liegen sollte.

Markus Reiterberger: Nach einem schwierigen Saisonstart in Übersee will Markus Reiterberger endlich wieder zu seiner alten Form finden. Der Startschuss dafür soll in Aragon erfolgen: "Ich freue mich sehr auf dieses Wochenende. Ich liebe die Strecke und Wetter spielt normalerweise auch mit. Letztes Jahr hatten wir ein paar Probleme, deshalb müssen wir daraus lernen und uns dieses Mal verbessern." Zuletzt in Thailand wurde Reiterberger (wenn auch mit Glück) Zehnter in Lauf 2, in dieser Form soll es weiter gehen.

Randy Krummenacher: Auch der Schweizer Randy Krummenacher darf sich wieder Hoffnungen auf ein besseres Rennwochenende als zuletzt in Thailand machen. Nach einem soliden zwölften Platz in Lauf eins musste der Kawasaki-Pilot das zweite Rennen vorzeitig beenden. Auch auf Phillip Island lief nicht alles reibungslos, im zweiten Lauf kostete ein Fehler gleich in der ersten Runde eine mögliche Platzierung in den Punkten.

WSBK Aragon 2017: Blick auf die Werksteams

Chaz Davies ist Mr. Aragon - Foto: Ducati
Ich habe hier zwar ein Mal gewonnen, war aber nie der stärkste Fahrer.
Jonathan Rea

Kawasaki: Vier Rennen, vier Siege - und doch geht Kawasaki nicht als Favorit nach Aragon. Weltmeister Jonathan Rea gibt offen zu, dass der Kurs nicht zu seinen stärksten zählt: "Ich habe hier zwar ein Mal gewonnen, war aber nie der stärkste Fahrer." Die Chance eigentlich für Tom Sykes, um in der WM wieder aufzuholen. Doch der Champion von 2013 kämpft noch mit der Umstellung seines Fahrstils: "Unser Ziel ist es jetzt, in der Anfangsphase stärker zu werden. Meine schnellste Runde in Thailand bin ich erst in der letzten Runde gefahren."

Ducati: Alles auf Anfang und wieder voll durchstarten - so oder so ähnlich lautet das Motto für Ducati vor Aragon. Chaz Davies und Marco Melandri haben hier in der Vergangenheit schon große Erfolge gefeiert und wollen daran anknüpfen. "Ich war hier aus irgendeinem Grund immer ziemlich erfolgreich, aber wir wollen uns auch immer weiter verbessern. Wir sind punktemäßig aber schon mal in einer besseren Position als letztes Jahr", freut sich Aragon-Spezialist Davies. Im Vorjahr fuhr er hier mit der Panigale R in beiden Rennen zum Sieg.

Mein Ziel ist nichts Geringeres, als um die Podiumsplätze zu kämpfen!
Alex Lowes

Yamaha: Nach vielversprechenden Leistungen in Übersee visiert das Yamaha-Werksteam auch in Aragon wieder den Kampf um das Podium an. Alex Lowes hat es 2017 bereits ein Mal auf das Treppchen geschafft und will das in Spanien wiederholen: "Ich glaube, wir können unseren guten Saisonstart in Aragon fortsetzen. Mein Ziel ist nichts Geringeres, als um die Podiumsplätze zu kämpfen!" Teamkollege Michael Van Der Mark hofft, seine Leistungen auf der R1 weiter zu verbessern.

Alex Lowes war bisher stark unterwegs - Foto: Yamaha

Honda: Beim Europa-Auftakt in Aragon heißt es für die Honda-Werkstruppe, weiter ein besseres Verständnis für die neue Fireblade zu bekommen, um so in den Ergebnislisten weiter nach vorne zu kommen. Entwicklungsarbeit konnte man seit dem Thailand-Wochenende nicht leisten, wie Nicky Hayden anmerkt: "Es war nicht der beste Saisonstart für uns und das Bike wurde direkt von Thailand nach Aragon gebracht. Wir konnten also seitdem nicht wirklich daran arbeiten." Die Hoffnung auf ein besseres Ergebnis ist bei Hayden und Stefan Bradl dennoch da.

Aprilia: Ein ziemliches Debakel erlebte Aprilia vor wenigen Wochen in Thailand. Das hoch gehandelte Fahrer-Duo Eugene Laverty und Lorenzo Savadori konnte zusammen lediglich vier mikrige Pünktchen aus beiden Rennen mitnehmen. Beide mussten zudem je einen Sturz im Rennen hinnehmen. Beim bevorstehenden Rennwochenende im Motorland Aragon kann es daher eigentlich nur besser werden. Besonders Laverty hat gute Erinnerungen: 2012 wurde er ein Mal Zweiter. Savadori hingegen muss verletzt passen und wird durch Ex-125-Weltmeister Julian Simon ersetzt.

MV Agusta: Leon Camier ließ auf der MV Agusta auch 2017 schon wieder Potenzial aufblitzen. Besonders im ersten Rennen auf Phillip Island, als man Fünfter wurde. Zuletzt im zweiten Lauf von Buriram hatte Camier allerdings Pech, denn ein technischer Defekt verhinderte Position sieben. Doch die Form stimmt, denn wenn Camier bisher ins Ziel gekommen ist, hat er stets die Top-8 erreicht.

WSBK Aragon 2017: Die Strecke

Das Motorland Aragon ist einer der modernsten Kurse auf diesem Planeten und entspringt der Tilkeschen Rennstreckenschmiede. Die Anlage wurde 2009 eröffnet und beinhaltet neben der Piste auch einen Technologie-Park für die spanische Automobilindustrie. Die Strecke ist 5,077 Kilometer lang, verfügt über sieben Rechts- sowie zehn Linkskurven und wird gegen den Uhrzeigersinn befahren. Die längste Gerade ist fast einen Kilometer lang und leicht abschüssig, sodass das Superbike-Feld hier zwischen 310 und 320 km/h Top-Speed erreicht.

WSBK Aragon 2017: Die Statistik

Nach der erfolgreichen MotoGP-Premiere im Jahr 2010 nahm auch die Superbike-WM das Motorland Aragon in seinen Rennkalender auf. Seit 2011 wird der Kurs in der spanischen Wüste befahren. Rekordsieger ist Ducati-Pilot Chaz Davies, fünf der zwölf Rennen konnte er in Aragon für sich entscheiden. Auch den Rundenrekord hält Davies. Er liegt bei 1:50.421, aufgestellt im ersten Lauf 2016. Der Pole-Rekord gehört allerdings Tom Sykes. Bei den Marken teilen BMW, Ducati und Kawasaki mit je drei Erfolgen die Ehre des Rekordsiegers.

Motorland Aragon: Im Kalender seit 2011 (12 Rennen)

KategorieRekord und Fahrer
Rekordsieger: Chaz Davies (5) / BMW, Ducati und Kawasaki (je 3)
Rundenrekord: 1:50.421 (Chaz Davies, 2016)
Quali-Rekord: 1:49.374 (Tom Sykes, 2016)
Top-Speed: 319,5 km/h (Alex De Angelis, 2016)

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