Superbike WSBK

Abbruch beim Supersport-WM-Rennen wegen Krummenachers Kawasaki - Imola: Krummenacher-Defekt verursacht WSS-Chaos

Defekt, keine Neustart-Erlaubnis, WM-Führung verloren: Randy Krummenacher war der große Pechvogel des Supersport-Rennens in Imola.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Randy Krummenacher war der große Pechvogel beim Rennen der Supersport-WM in Imola. Beim fünften Lauf zur WSS-Saison 2016 ereilte den Schweizer ein technischer Defekt an seiner Kawasaki Ninja ZX-6R. Das Rennen musste daraufhin unterbrochen werden. Beim Neustart durfte Krummenacher nicht mehr mitmischen. Die Folge: Krummenacher verlor seine WM-Führung an Teamkollege Kenan Sofuoglu. Der Türke holte sich den Supersport-Sieg in Imola.

Supersport-Startphase: Krummenacher hält mit der Spitze mit

Am Start lief noch alles gut für Randy Krummenacher. Der Kawasaki-Pilot kam von Startplatz vier aus gut weg und konnte sofort Honda-Fahrer PJ Jacobsen hinter sich lassen. Ganz vorne kämpften Jules Cluzel und Sofuoglu um die Spitze, Krummenacher lauerte auf Fehler oder einen Zwischenfall der beiden Spitzenreiter. Die Top-3 konnten sich nach wenigen Runden bereits leicht vom restlichen Feld absetzen, sodass alles nach einem Kampf um den Sieg zwischen Cluzel, Sofuoglu und Krummenacher aussah.

Technik-Teufel ereilt Krummenacher

Doch in Runde drei fing Krummenachers Kawasaki auf einmal in den Kurven zu rauchen an, wie sich später herausstellte aufgrund eines Wasserlecks. Als die Kawasaki nicht aufhörte zu rauchen, entschloss sich die Rennleitung dazu, Krummenacher die schwarz-orangene Flagge zu zeigen. "Die Flagge habe ich zuerst ohne Nummer gesehen. Eine halbe Runde später wurde sie auf einmal mit der Nummer 21 angezeigt", wunderte sich Krummenacher. Der Schweizer fuhr zunächst ungerührt weiter und hielt sich vor Jacobsen und dem Rest des Feldes auf Position drei.

Imola: Defekt mit schwerwiegenden Folgen für Krummenacher

Wenn ich gespürt hätte, dass ich die anderen Fahrer in Gefahr bringen würde, dann hätte ich sofort angehalten. Aber das war nicht so.
Randy Krummenacher

Doch in Runde vier wurde es der Rennleitung zu bunt: Abbruch durch Rote Flaggen und Neustart ohne Krummenacher. Zur großen Verwunderung des Schweizers: "Wenn ich gespürt hätte, dass ich die anderen Fahrer in Gefahr bringen würde, dann hätte ich sofort angehalten. Aber das war nicht so. Keiner ist wegen mir gestürzt. Außerdem mussten sie die Strecke nicht säubern, denn ich habe nur wenige Tropfen Wasser verloren, auch wenn es wohl nach mehr ausgesehen hat", beteuert Krummenacher. Doch das Urteil der Rennleitung war unwiderruflich. Krummenacher musste beim Neustart aus der Box zuschauen.

Ohne vorne mitmischen zu können, holte sich Krummenachers Teamkollege Kenan Sofuoglu beim 11-Runden-Sprint der Supersport-WM in Imola den Sieg und damit die WM-Führung. Immerhin: Krummenacher bleibt Zweiter in der Gesamtwertung, allerdings liegt er nun 15 Punkte hinter Sofuoglu. "Die Entscheidung der Rennleitung muss ich akzeptieren. Jetzt schauen wir nach vorne nach Malaysia", so ein zerknirschter Krummenacher abschließend.


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