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Superbike WSBK / Interview

Wir müssen glücklich sein - Max Neukirchner: Wie ein komplett anderes Motorrad

Im Interview mit Motorsport-Magazin.com sprach Max Neukirchner am Samstag in Magny-Cours nach Platz zwölf über seinen Qualifikationstag.
von Maria Pohlmann

Motorsport-Magazin.com - Warum bist du in der zweiten Superpole so spät rausgefahren?
Max Neukirchner: Ich habe nur einen Qualifyier und es hätte keinen Sinn gemacht, nochmal mit Rennreifen rauszufahren und zwei Runden zurückzulegen. Ich wusste genau, wie sich der Reifen verhält und konnte sogar noch einmal schneller fahren als in der ersten Superpole. Trotzdem hat es nur zu Platz zwölf gereicht.

Das Werksmotorrad ist eine ganz andere Welt
Max Neukirchner

Bist du dennoch zufrieden, dass du es zumindest in den zweiten Durchgang geschafft hast?
Max Neukirchner: Auf jeden Fall! Wir müssen als Team einfach darüber glücklich sein. Das ist unser erster WM-Auftritt und Xavi [Fores] und ich stehen in der vierten Startreihe. Ich denke, wer dachte, dass wir hierherkommen und alle anderen direkt abhängen, den muss ich leider enttäuschen. Das Werksmotorrad ist eine ganz andere Welt. Daran muss man gewohnt sein. Man muss permanent damit fahren, um damit richtig schnell zu fahren. Das ist als würden wir ein komplett anderes Motorrad fahren als in der IDM: besonders in Sachen Power und Elektronik, auf die man enorm aufpassen muss. Damit sind wir einfach noch überfordert, weil es unsere erste Veranstaltung ist. Alle schreiben, dass wir drei Tage in Mugello testen waren, aber das stimmt so nicht, sondern wir hatten jeder nur einen Tag zur Verfügung.

Was fehlt dir noch vor dem Renntag und wie sieht euer Plan fürs Warm-Up aus?
Max Neukirchner: Es gibt noch Feinheiten, die wir noch finden wollen. Ich bin nicht ganz mit meinem Renn-Setup zufrieden. Ich kann zwar konstant fahren, aber leider nur konstant langsam. Ich würde gern irgendwo noch drei Zehntel finden und die muss ich unbedingt finden. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Platz zwölf momentan unser Level ist. Natürlich wäre es nicht schlecht, wenn wir trotzdem noch die Zeit finden, um unter die Top-10 zu kommen. Dann wären wir wirklich glücklich. Ich muss mich auch jetzt schon bei meinem Team bedanken. Was sie bis jetzt hier geleistet haben an unseren Motorrädern, an der Elektronik, was sie alles vertauscht und umgestellt haben, damit wir uns wohlfühlen ist wirklich klasse.


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nach 16 von 16 Rennen