Superbike WSBK

Schlagabtausch der ersten Güte - Tom Sykes untermauert Qualifying-Dominanz

In einer Wahnsinns-Superpole wechselten Startplatz eins und persönliche Bestzeiten fast nach Belieben. Letztlich schockte Tom Sykes Dominator Sylvain Guintoli.
von Samy Abdel Aal

Motorsport-Magazin.com - Nach verheerenden Stürzen am Vortag sowie einer vorzeitigen verletzungsbedingten Absage war das Feld der Superbike-Weltmeisterschaft bereits vor Beginn der Superpole auf 15 Fahrer dezimiert. Die beiden Vor-Qualifyings wurden somit gewissermaßen zu weiteren freien Trainigseinheiten umfunktioniert. Leon Camier, Max Neukirchner, Carlos Checa, Ayrton Badovini sowie Loris Baz fehlten somit bei der finalen Ausscheidung.

Das zweite Freie Training

Im nassen zweiten Freien Training am Vormittag setzte der bisherige Istanbul-Dominator Sylvain Guintoli erneut den Maßstab. Mit einer Zeit von 2:06,29 Minuten setzte der Aprilia-Pilot nach den Bestzeiten im Training sowie der bisherigen Qualifikations-Sessions eine weitere Duftmarke und unterstrich eindrucksvoll seine Favoritenstellung auf im Instanbul Park. Der Franzose Jules Cluzel überraschte mit Rang zwei, Michel Fabrizio beendete das Training auf Rang drei. Mit Teamkollege Eugene Laverty landete der erste WM-Rivale Guintolis auf Rang vier, über vier Sekunden hinter dem aktuellen WM-Zweiten. Leader Tom Sykes verzichtete gänzlich auf die Regen-Session.

Superpole 1 - Sykes erschüttert Guintoli

Bei gegenüber dem Morgen komplett abgetrockneter Strecke starteten die verbliebenen 15 Piloten des Superbike-Feldes in die erste Superpole. Guintoli machte weiter wie bisher und setzte mit einer Zeit von 1:56,9 Minuten früh eine Bestzeit. Nur sechs Tausendstelsekunden dahinter lag Teamkollege Laverty. WM-Rivale Sykes platzierte sich vor dem zweiten Run auf Rang vier. Vor dem ersten Boxenstopp lagen Yunus Ercelik, Vittorio Iannuzo, der lediglich eine Installationsrunde gefahren war, sowie Marco Melandri, der noch nicht auf der Strecke war, auf den Ausscheidungsplätzen 13-15.

Von den Topfahrern gingen nur Sykes und Toni Elias noch einmal auf die Strecke. Melandri setzte sich mit seiner ersten gezeiteten Runde eineinhalb Minuten vor Ende der ersten Superpole direkt an die Spitze und sorgte damit für ein Ausrufezeichen. Dieses hilt jedoch nicht lange: quasi mit der Zielflagge brannte Sykes mit einer 1:55768 die schnellste Zeit des Wochenendes in den Asphalt und schwang sich somit zum Favoriten auf die Pole-Position auf.

Ausgeschieden sind:

13. Tolga Uprak
14. Yunus Ercelik
15. Vittorio Iannuzzo

Superpole 2 - Laverty meldet sich eindrucksvoll zurück

Auch zu Beginn der zweiten Superpole überschlugen sich direkt die Ereignisse. Mit einer Wahnsinnszeit von 1:54,987 Minuten neutralisierte Laverty die Fabelzeit von Sykes quasi umgehend. Sykes platzierte sich nach dem ersten Run mit knapp sieben Zehntelsekunden Rückstand auf Rang zwei, Guintoli weitere zwei Zehntel dahinter auf Rang drei. Mit Melandri auf Rang vier und Chaz Davies auf Rang acht lagen somit alle WM-Anwärter auf Kurs dritter Superpole-Durchgang.

Mark Atchinson, Federico Sandi und Fabrizio belegten vor den zweiten Versuchen die Streichplätze zehn bis zwölf, schafften es jedoch auch im Anschluss nicht, sich weiter zu verbessern. Mit seinem zweiten Versuch und einer Zeit von 1:55,413 Minuten ließ kurz vor Ende der zweiten Superpole Davide Giugliano aufhorchen und schob sich an Sykes, Davies und Guintoli vorbei auf Rang zwei.

Ausgeschieden sind:

10. Mark Atchinson
11. Federico Sandi
12. Michel Fabrizio

Superpole 3 - Sykes zum Zweiten

Die Superpole drei entwickelte sich von Beginn an zum Duell der Superbike-Giganten. Sykes legte mit seiner besten Runde von 1:54,872 Minuten vor und schlug somit im Duell gegen Laverty postwendend zurück. Giugliano zauberte ein weiteres Mal und stellte sich mit einer 1:55,1 direkt hinter Sykes auf Rang zwei. Direkt danach platzierten sich die beiden Aprilia-Piloten Gunitoli und Elias. Laverty erreichte auf seinem ersten Run hingegen nur Rang sieben.

Nach einem Stopp und Reifenwechsel starteten Guintoli und Laverty einen letzten Angriff auf die Pole Position, während sich Melandri von Rang neun immerhin auf Position sechs nach vorne schob. Mit der Zielflagge stellte sich Guintoli tatsächlich noch auf Rang zwei hinter Sykes und somit genau die Reihenfolge der WM-Wertung her. Laverty, der mittlerweile auf Platz neun abgerutscht war, rettete sich mit einer sehr guten Runde auf Platz vier, direkt hinter Giugliano. Melandri auf sieben sowie Davies auf acht enttäuschten in Superpole drei.

Ergebniss Superpole 3

1. Tom Sykes (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 1:54.872
2. Sylvain Guintoli (Aprilia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 1:54.894
3. Davide Giugliano (Althea Racing) Aprilia RSV4 Factory 1:55.073
4. Eugene Laverty (Aprilia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 1:55.340
5. Toni Elias (Red Devils Roma) Aprilia RSV4 Factory 1:55.546
6. Jules Cluzel (Fixi Crescent Suzuki) Suzuki GSX-R1000 1:55.614
7. Marco Melandri (BMW Motorrad GoldBet SBK) BMW S1000 RR 1:56.402
8. Chaz Davies (BMW Motorrad GoldBet SBK) BMW S1000 RR 1:56.416
9. Leon Haslam (Pata Honda World Superbike) Honda CBR1000RR 1:56.463

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