Superbike WSBK

Eines der verrücktesten Rennen - Spitzentrio nach Wolkenbruch erleichtert

Marco Melandri gewann den ersten Superbike-Lauf in Moskau vor Chaz Davies und Ayrton Badovini. Alle drei Piloten sprachen von einem wahnsinnig schweren Rennen.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - BMW-Fahrer Marco Melandri sah beim ersten Lauf zur Superbike-Weltmeisterschaft am Moscow Raceway nach 25 Runden voller Regen, Stürzen und Defekten als Erster die schwarz-weiß-karierte Flagge. Der Italiener zeigte sich überglücklich: "Es war ein unglaubliches Rennen. Ich hatte einen guten Start, aber Chaz war an der Spitze wahnsinnig schnell. Er ist sehr konstante Rundenzeiten gefahren und ich war mit Rang zwei eigentlich zufrieden, weil ich schon an die Weltmeisterschaft gedacht habe. Es hat dann in einigen Teilen der Strecke zu regnen begonnen, insgesamt war es aber viel zu trocken um mit Regenreifen zu fahren. Als dann die ganze Strecke nass war, haben wir uns entschieden zu wechseln und ich glaube, dass der Zeitpunkt sehr gut war. Ich habe mich dann auf den Regenpneus sehr gut gefühlt und konnte Chaz überholen. Es war sehr schwer das Rennen zu beenden, deshalb freue ich mich sehr über diesen Sieg."

Es war sicher eines der verrücktesten Rennen die ich je gefahren bin.
Chaz Davies

Sein Teamkollege Chaz Davies kam als Zweiter ins Ziel und sorgte so für einen BMW-Doppelsieg. Der Brite hatte lange geführt, musste Melandri aber schließlich nach dem Boxenstopp ziehen lassen. "Die Bedingungen haben fast in jeder Runde gewechselt. Teilweise war es trocken, manchmal nass – es war sicher eines der verrücktesten Rennen die ich je gefahren bin. Es war so einfach einen Fehler zu machen, weil man die Verhältnisse kaum richtig einschätzen konnte. Wir mussten dann an die Box um Reifen zu wechseln und ich hatte beim Stopp Probleme. Marco war deshalb knapp hinter mir und konnte mich überholen, da ich mich auf den Regenreifen nicht mehr so wohl gefühlt habe. Dennoch bin ich mit dem Ergebnis zufrieden, denn man hätte die Kontrolle über das Bike heute ständig verlieren können", war er froh, heil im Ziel zu sein.

Ayrton Badovini sorgte mit Rang drei für den ersten Ducati-Podiumsplatz der Saison. "Das ist unglaublich. Es war ein unfassbar hartes Rennen. Ich habe in jeder Runde versucht mehr zu pushen und schneller zu werden, obwohl ich mich bei diesen schwierigen Bedingungen überhaupt nicht wohl gefühlt habe. Dieser dritte Platz ist ein großartiges Geschenk für mich und das gesamte Team", erklärte der Italiener nach seinem Husarenritt.


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