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Superbike WSBK / Rennbericht

Sieben Marken in den Top Sieben - Checa schlägt mit Sieg zurück

Checa donnerte in Donington im zweiten Lauf zum Sieg. Mit Ducati, Yamaha, Aprilia, BMW, Kawasaki, Honda und Suzuki waren alle Marken an der Spitze vertreten.
von Toni Börner

Motorsport-Magazin.com - Der Spanier Carlos Checa hat den zweiten Superbike WM-Lauf im Donington Park gewonnen. In einem Lupenreinen Start-Ziel-Sieg hatte der Ducati-Pilot nicht viel zu befürchten und holte sich somit zum dritten Mal im vierten Lauf die volle Punktzahl. Marco Melandri und Leon Camier komplettierten das Podest. Mit Ducati, Yamaha, Aprilia, BMW, Kawasaki, Honda und Suzuki wurden die ersten sieben Ränge an alle sieben in der World Superbike vertretene Marken verteilt.

Biaggi nach Frühstart disqualifiziert

Schon am Start war der zweite Lauf für Max Biaggi gelaufen. Der Italiener zuckte an der Startampel und machte einen wahnsinnigen Satz nach vorn. Da es deutlicher nicht ging, war auch eine Durchfahrtsstrafe ganz klar notwendig. Die wurde angezeigt, doch der Römer ignorierte selbige, sodass er nach acht Rennrunden die schwarze Flagge gezeigt bekam und disqualifiziert wurde.

Führungskilometer gesammelt aber ob eines Fehlers zurückgefallen: Leon Haslam. - Foto: BMW Motorrad

Den Start selbst gewann Leon Haslam, doch auch Carlos Checa kam dieses Mal besser weg als im ersten Lauf. Daher machte der Spanier mit dem Briten kurzen Prozess und in der dritten Runde ging Checa in der Melbourne Hairpin an der BMW vorbei. Von diesem Zeitpunkt an suchte der Doppelsieger vom Saisonauftakt sein Heil in der Flucht.

Haslam hatte im weiteren Rennverlauf zu kämpfen. Zunächst wurde er von Marco Melandri geschnappt, dann ging auch noch Landsmann Leon Camier auf der Werks-Aprilia vorbei. Schließlich fiel er noch kurzzeitig bis auf den siebten Rang zurück, da er Ausgangs McLeans in die Wiese kam und die S1000RR mit Vollspeed zurück auf die Strecke bringen musste.

Melandri rauft mit Camier

Vorne drehte derweil Checa einsam seine Runden und baute den Vorsprung aus, denn Melandri und Camier waren sich bei der Verfolgungsarbeit nicht wirklich einig. Mal lag der eine auf dem zweiten Platz, mal der andere. Sieben Runden vor Schluss sah es dann danach aus, als könne Camier die Oberhand gewinnen.

Auf den letzten Metern keine Chance gegen Marco Melandri: Leon Camier. - Foto: Aprilia

Die Power der Aprilia RSV4 sprach eindeutig für Camier, aber ein Melandri ist auf der Yamaha R1 eben auch nicht so leicht abzuschütteln. Selbst wenn sich der Brite auf den Geraden einen kleinen Vorsprung erarbeiten konnte, war der Italiener spätestens auf der Bremse wieder dran. Außerdem schien Melandri auch einen höheren Kurvenspeed gehen zu können.

Also drehte Melandri fünf Runden vor Schluss den Spies wieder um - und konnte plötzlich deutlich schneller als Checa an der Spitze fahren. In Nahezu jedem Sektor war Melandri etwas flinker, doch der Spanier brauchte sich ob seines zuvor herausgefahrenen Vorsprungs keine Sorgen mehr machen.

Haga kippte am Anfang des Rennens um und konnte sich nicht wieder nach vorn arbeiten. - Foto: Team Pata

Einsam auf dem vierten Rang fuhr der Spanier Joan Lascorz mit der besten Kawasaki. Er war gut gestartet und profitierte sicher auch vom Fehler Haslams. Aber eben jener wollte seinen Fehler nicht auf sich sitzen lassen, hatte einige Zeit an Landsmann Jonathan Rea zu kauen und war drei Runden vor Schluss wieder an Lascorz dran. Mit selbigem machte der BMW-Pilot kurzen Prozess und holte sich zum zweiten Mal an diesem Tag den vierten Rang, Lascorz wurde Fünfter.

Die Ränge sechs und sieben gingen an Rea und Michel Fabrizio auf der Suzuki, Jakub Smrz, Ruben Xaus und Ayrton Badovini komplettierten die Top Ten. Die weiteren Punkteränge: Sylvain Guintoli, Tom Sykes, Eugene Laverty, Troy Corser und Roberto Rolfo.

Mark Aitchison und Noriyuki Haga blieben punktlos, der Japaner wurde allerdings nur ob eines frühen Ausritts, an dessen Ende er in die Wiese kippte, Letzter. Maxime Berger gab auf, Biaggi wurde, wie erwähnt, disqualifiziert.


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