NASCAR

NASCAR Dover: Harvick siegt überlegen auf der Monster Mile

Stewart-Haas-Pilot Kevin Harvick gewann überlegen das elfte Saisonrennen auf der 'Monster Mile' in Dover. Es war bereits sein vierter Saisonsieg.
von Stephan Vornbäumen

Motorsport-Magazin.com - Kevin Harvick dominierte das elfte Saisonrennen und gewann nach 201 Führungsrunden überlegen auf dem Dover International Speedway. Harvick hatte zuvor bereits Stage 1 und 2 im SH-Ford gewonnen. Auch ein Regenschauer in Stage 3 konnte seinen vierten Saisonsieg und den zweiten Erfolg auf der 'Monster Mile' nicht verhindern. Teamkollege Clint Bowyer wurde Zweiter vor Daniel Suarez, der sein bestes Karriere-Ergebnis erzielte und schnellster Toyota-Pilot war. Die Chevrolet-Teams enttäuschten erneut. Dover-Rekordsieger Jimmie Johnson belegte als bester Fahrer Rang neun.

Vor dem Start: 'Wer bezwingt die Monster Mile'?

Nur sieben Fahrer aus der Starterliste konnten bisher auf dem Dover International Speedway gewinnen. Das liegt hauptsächlich an Rekordsieger Johnson, der seit 2002 elf Siege erringen konnte. In der letzten Saison gewann Johnson das Rennen im Frühjahr und Kyle Busch siegte im Herbst zum dritten Mal auf der 'Monster Mile'. Kyle Larson war der schnellste Fahrer im Qualifying und steht in Dover zum ersten Mal auf der Pole Position. Harvick geht ebenfalls aus der ersten Reihe in das Rennen über 400 Runden. In der zweiten Startreihe stehen der zweifache Dover-Sieger Martin Truex Junior und Kyle Busch. Erik Jones bestreitet sein 50. Cup-Rennen von Startplatz 14. Johnson geht von Rang 19 in das elfte Saisonrennen.

'The Monster' mit dem letzten Sieger Kyle Busch - Foto: LAT Images

Start/Stage 1: Fünfter Stage-Sieg für Kevin Harvick

Wegen der Wetterlage wurde das Rennen etwas vorverlegt. Ausgerechnet Polesetter Larson, sowie Austin Dillon, Corey LaJoie und Alex Bowman verloren ihren Startplatz und mussten von hinten starten. Dadurch erbte Harvick den besten Startplatz. Harvick gewann den Start auf der oberen Linie vor Truex. In Runde vier gab es die erste Rennunterbrechung nach einem Dreher von Michael McDowell. Kyle Busch meldete an vierter Position liegend Probleme und glaubte nicht, die 400 Runden zu beenden. Gleichzeitig ging der Motor bei LaJoie in Runde 21 hoch.

Es gab die ersten Boxenstopps während der zweiten Caution. Bowman, Larson und Landon Cassill waren auf der Strecke geblieben und führten beim Restart vor den schnellsten Stoppern Austin Dillon, Harvick und Brad Keselowski. Cassill wurde anschließend gewaltig durchgereicht, während Bowman und Larson mit alten Reifen ihre Positionen behaupten konnten. In Runde 49 gab es durch Keselowski den nächsten Führungswechsel und Truex übernahm kurz darauf Rang zwei. Truex musste in Runde 97 unter grüner Flagge wegen einem Reifenschaden seine Box aufsuchen. Larson folgte und holte sich dabei eine Strafe ab.

Truex verlor eine Runde und Larson sogar zwei. Harvick übernahm ab Runde 107 wieder Rang eins und setzte sich sofort ab. Kurz vor Ende der Stage hatten einige Fahrer Probleme mit ihrer Tankfüllung. Harvick gewann nach 120 Runden seine fünfte Stage in dieser Saison. Zweiter wurde Kyle Busch vor Keselowski, Suarez, Kurt Busch, Chase Elliott, Bowyer, Johnson, Joey Logano und Blaney. Hamlin verlor Rang fünf und rollte ohne Sprit auf Rang 14 über die Ziellinie.

Stage 2: Kevin Harvick gewinnt auch Stage 2 überlegen

Nach der Conclusion Caution und den Boxenstopps führte weiterhin Harvick vor Keselowski und Kyle Busch. In Runde 153 gab es Gelb durch Derrike Cope und Boxenstopps. Bei Restart führte Keselowski vor Harvick, Kyle Busch, Johnson und Suarez. Keselowski und Harvick setzten sich anschließend vom Rest des Feldes ab. Nach einem Zweikampf über 30 Runden konnte Harvick genau zur Rennhalbzeit in Runde 200 an seinen Kontrahenten vorbeiziehen.

Harvick setzte sich nun gewaltig ab und hatte 20 Runden später über drei Sekunden Vorsprung. Harvick sicherte sich nach 240 Runde auch den sechsten Stage-Sieg mit über zehn Sekunden Vorsprung. Keselowski rettete Platz zwei vor Kyle Busch, Johnson, Bowyer, Suarez, Truex, Blaney, Elliott und Logano.

Stage 3: Motorschaden bei Kyle Busch

Nach den Boxenstopps führte Harvick vor der letzten Stage über 160 Runden. Zweiter war weiterhin Keselowski vor Kyle Busch. Rookie William Byron hatte den 'Lucky Dog' erhalten und damit waren noch 15 Fahrer in der Führungsrunde. Fünf Runden später gab es Caution Nummer sechs durch Cody Ware. Nur Johnson, Logano und Ricky Stenhouse Junior kamen wegen Problemen zum Service. Jamie McMurray erhielt den 'Lucky Dog'.

In Runde 270 hatte Kyle Busch tatsächlich seinen früh angekündigten Motorschaden. Das Rennen in der Boxengasse gewannen die beiden Penske-Fahrer Keselowski und Logano, die nur zwei frischen Reifen mitgenommen hatten. Es führten allerding Stenhouse und McMurray, die auf einen Stopp verzichtet hatten. Polesetter Larson freute sich über den 'Lucky Dog' und hatte damit einen Rückstand von insgesamt drei Runden wettgemacht.

Stage 3: Regenschauer in Runde 316

McMurray wurde gleich durchgereicht und Bowyer übernahm Rang zwei hinter Stenhouse. Truex war jetzt bei seinem Heimspiel Vierter hinter Logano und vor Harvick sowie Keselowski. Nach 24 Führungsrunden musste Stenhouse die Führung an Bowyer in Runde 297 abgeben. In Runde 316 musste das Rennen wegen einem Regenschauer unterbrochen werden. Nach einer Rotphase von 40 Minuten wurde das Rennen unter Gelb mit Boxenstopps fortgesetzt.

Bowyer kam als erster Fahrer wieder auf die Strecke. Zweiter war Harvick vor Truex, Suarez und Blaney. Logano musste wegen einem losen Rad ein weiteres Mal seine Crew aufsuchen. Die beiden Stewart-Haas-Teamkollegen setzten sich sofort etwas ab. 63 Runden vor Rennende konnte Bowyer sich nicht mehr gegen den stärkeren Harvick wehren und musste nach 40 Führungsrunden Rang eins abgeben. Innerhalb von 30 Runden konnte Harvick einen Vorsprung von fünf Sekunden herausfahren.

Stage 3: Vierter Saisonsieg für Kevin Harvick

Harvick siegte überlegen vor Bowyer und Suarez, der sein bestes Cup-Ergebnis erzielte. Vierter wurde Truex vor Kurt Busch. Damit landeten drei Stewart-Haas-Fahrer in den Top-5. Keselowski wurde Sechter vor Hamlin, Blaney, Johnson und Polesetter Larson.


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