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NASCAR

Patrick erhält Geldstrafe und Punktabzug - Kenseth nach Logano-Crash suspendiert

Die mutmaßliche Racheaktion von Matt Kenseth gegen Joey Logano hat Konsequenzen: Kenseth ist für die nächsten beiden Rennen gesperrt.
von Annika Kläsener

Motorsport-Magazin.com - Matt Kenseths 'pay back' in Martinsville hat Folgen: Der Joe Gibbs Racing-Pilot ist von der NASCAR für die nächsten zwei Rennen suspendiert und für sechs Monate auf Bewährung gesetzt worden. Kenseth hatte in Runde 454 den Ford von Logano in die Mauer geschickt und dabei beiden Autos schweren Schaden zugefügt. Kenseth lag zu diesem Zeitpunkt im Rennen bereits weit zurück, während Logano führte.

Die Aktion wurde als Rache für Loganos Manöver in Kansas gewertet. Beim Kampf um die Spitze hatte Kenseth versucht, Logano zu blocken. Dieser schob ihn jedoch an und zwang ihn in einen Dreher.

Die NASCAR-Offiziellen begründeten ihr hartes Urteil gegen Kenseth damit, dass dieser seinen Konkurrenten, der im Gegensatz zu ihm selbst noch für den Chase qualifiziert ist, absichtlich in die Mauer drückte. Zudem führten sie Sicherheitsaspekte an.

Diese Aktionen haben keinen Platz in der NASCAR.
Steve O'Donnell

Auch wenn es ein ungeschriebenes Gesetzt erlaubt, dass Fahrer Streitigkeiten auf der Strecke klären, ohne dass die Stewards sofort einschreiten, ging den Verantwortlichen der Kampf zwischen Kenseth und Logano zu weit. Denn schließlich wurden mit diesen Aktionen Rennergebnisse beeinflusst. "Diese Aktionen haben keinen Platz in der NASCAR", sagte Steve O'Donnell, NASCAR Executive Vice President and Chief Racing Development Officer.

Kenseths Team, Joe Gibbs Racing, hat gegen das Urteil Protest eingelegt. "Der Einspruch richtet sich gegen die Schwere der Strafe, die im Vergleich zu früheren Vorfällen auf der Strecke inkonsequent erscheint", heißt es in einem Statement des Teams. Die Anhörung findet am Donnerstagmorgen Ortszeit in Concord, North Carolina statt.

Patrick für aggressive Fahrweise bestraft

Auch Danica Patrick erhält nach dem Rennen in Martinsville eine Strafe. Sie muss 50.000 Dollar blechen und bekommt 25 Punkte in der Fahrerwertung des Sprint Cups abgezogen. Patrick fährt bis Ende des Jahres auf Bewährung. Die Stewart-Haas Racing-Pilotin war den Stewards wegen ihrer aggressiven Fahrweise gegen David Gilliland ein Dorn im Auge. Auch hier wurde ein Rachemanöver für eine vorherige Aktion vermutet.

Gilliland hatte den Chevrolet mit der Nummer zehn berührt und in die Mauer in Kurve drei geschickt. Patrick revanchierte sich mit einem ähnlichen Manöver und fuhr zudem unter gelben Flaggen Gilliland ins Heck.


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