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Hochwasser in der Eifel: Motorsportler unterstützen die Region

Die Motorsportgemeinde rund um den Nürburgring rückt zusammen. Aktive Sportler, Funktionäre und Organisationen unterstützen die Betroffenen des Hochwassers.
von Daniel Geradtz

Motorsport-Magazin.com - Die Unwetterkatastrophe im Westen der Bundesrepublik hält weiter an. Mancherorts zeichnet sich eine leichte Entspannung der Lage ab, doch das Leid der Betroffenen hält weiter an. Laut aktuellen Angaben der Deutschen Presse Agentur wurden am Samstag allein aus dem Landkreis Ahrweiler mehr als 90 Tote gemeldet. Die Gesamtzahl der Todesopfer ist inzwischen auf mehr als 130 angestiegen. Die Polizei spricht von 618 Verletzten. Hunderte Menschen gelten als vermisst, tausende mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

Besonders stark betroffen ist die Region um den Nürburgring, der im Rheinland-pfälzischen Landkreis Ahrweiler liegt. An der Traditionsrennstrecke in der Eifel wurde ein Hilfezentrum eingerichtet. Die Verantwortlichen teilten mit, dass alle verfügbaren Rettungskräfte sowie viele Mitarbeiter und technisches Gerät des Nürburgrings in der Region unterwegs seien, um zu helfen, wo geholfen werden könne. Unter dem Hashtag #wirfuerdieeifel engagieren sich nun zahlreiche Rennfahrer, Teamchefs, Verbände, Firmen und Agenturen, die mit der Region rund um den Nürburgring verbunden sind, um ehrenamtlich Spenden für die Opfer der Unwetter Mitte Juli 2021 zu sammeln.

"Jeder von uns hat doch schon einmal in einem der Orte geschlafen, die nun überflutet wurden. Genau diese Menschen dort brauchen jetzt unsere Hilfe", sagt der ehemalige DTM-Fahrer Maro Engel. Rene Rast, amtierender Champion der Rennserie, unterstreicht: "Dabei spielt es keine Rolle, ob man den Nürburgring und die Eifel durch das 24h-Rennen, die NLS, die DTM oder das ADAC GT Masters kennt. Wichtig ist, dass wir die Kontonummer der Hilfsorganisation vor Ort möglichst weit verbreiten, denn unsere Unterstützung wird jetzt dringend gebraucht."

Zahlreiche Aktive unterstützen die Hilfsaktion

"Wir freuen uns aber über jeden Fahrer, egal ob Profi oder Breitensportler, der diese Solidaritätsaktion mit den Menschen in der Eifel unterstützt", betont Timo Scheider, DTM-Champion der Jahre 2008 und 2009. Die Organisatoren stehen in engem Kontakt mit dem Bürgerfonds der Verbandsgemeinde Adenau. Er ist der lokale Partner und hat ein Spendenkonto eingerichtet. "Dadurch können wir sicher sein, dass jeder gespendete Euro auch den Opfern der Unwetterkatastrophe zugutekommt", sagt BMW-Pilot Martin Tomczyk.

Zu den Unterstützern der Aktion zählen unter anderem Nico Bastian, Philipp Eng, Maro Engel, Sophia Flörsch, Daniel Juncadella, Manuel Metzger, Nico Müller, Connor de Phillippi, Rene Rast, Mike Rockenfeller, Timo Scheider, Bernd Schneider, Bruno Spengler, Luca Stolz, Martin Tomczyk, Kelvin van der Linde, Sheldon van der Linde, Marco Werner, Marco Wittmann und Hubert Haupt. Ebenfalls unterstützen der ADAC und die DTM die Menschen in der Region.

HRT startet Charity-Aktion

Haupt hat mit seinem eigenen Rennteam eine besondere Charity-Aktion gestartet. Für den siebten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS), dem ROWE 6h Ruhr Pokal Rennen, versteigert das Haupt Racing Team (HRT) Renntaxifahrten in einem Mercedes-AMG GT3. Diese finden am Vortag des Rennens, 10. September 2021, statt. Interessierte können ab einem Spendengebot ab 950 Euro an der Aktion teilnehmen und sich bei Interesse unter mail@hauptracingteam.de melden.

Die an der Rennstrecke ansässigen Hotels der Dorint- und der Lindner-Gruppe stellen Betroffenen die durch die Absage des Truck Grand Prix freigewordenen Zimmerkapazitäten und Tiefgaragenplätze kostenfrei zur Verfügung.

Die Verantwortlichen des Nürburgrings haben in den Sozialen Medien mitgeteilt, dass sie keine freien Kapazitäten mehr besitzen, um Sachspenden in Form von Kleidung und Spielzeug entgegenzunehmen. Neben haltbaren Lebensmitteln werden allerdings weiterhin Schaufeln, Besen und Gummistiefel benötigt.

Die Hilfsgüter sind momentan trocken und sicher in einer Eventhalle an der Rennstrecke gelagert. Sie werden zeitnah durch die Helfer in der Region verteilt. Feuerwehr, Polizei, Rettungskräfte und Behörden raten dringend davon ab, selbst in die Einsatzgebiete zu fahren. Dort sei das Autoaufkommen zu hoch, sodass die Rettungskräfte bei ihrer Arbeit behindert würden, heißt es.

Kontodaten des Bürgerfonds der Verbandsgemeinde Adenau

Wer die Betroffenen in der Eifel finanziell unterstützen möchte, kann seine Spende auf das Konto des Bürgerfonds der Verbandsgemeinde Adenau überweisen.

Kreissparkasse Ahrweiler
IBAN DE18 5775 1310 0000 1000 24
SWIFT MALADE51Ahr
Verwendungszweck: "Hochwasserhilfe #WirfuerdieEifel"

Weitere Konten und Infos sind auf der Website www.hochwasseradenau.de zu finden.

Um eine Spendenquittung ausstellen zu können, bitten die Verantwortlichen, die vollständige Adresse bei der Überweisung mit anzugeben.

Alle Infos zum Bedarf und Abgabestellen von Sachspenden am Nürburgring gibt es unter www.nuerburgring.de.