Auch wenn du vielleicht nicht ganz zufrieden bist, kein schlechtes Rennen, oder?
Sandro Cortese: Ich bin halt am Anfang nicht so in Schwung gekommen. Dadurch bin ich etwas zurückgefallen, aber ab Mitte des Rennens habe ich dann wieder aufgeholt. Ich hab mich ein wenig zurückgehalten und geschaut, was passiert. Ich wollte nicht unnötig angreifen. Am Schluss hatte ich dann Kontakt mit Aegerter, was mich wieder ein wenig Boden gekostet hat. In den letzten beiden Runden habe ich noch einmal alles gegeben und konnte zwei Fahrer überholen. Die neun Punkte nehme ich gerne mit, dadurch habe ich mich in der Tabelle um einen Platz verbessern können. Jetzt bin ich Achter und nun schauen wir, wie es in Indianapolis läuft.

Die Hätte-wenn-und-wäre-Frage. Wenn der Rhythmus von Beginn an besser gewesen wäre, was hättest du dir dann ausgerechnet?
Sandro Cortese: Ich glaube, dass auf jeden Fall bis Platz vier drin gewesen wäre. Es waren drei Zehntel bis dorthin. Mehr kann man aber nicht sagen. Da kommt es immer auf die Rennsituation an. Wie, wenn oder aber zählt da nicht. Es ist der siebte Platz und damit muss man zufrieden sein.

Wenn man sich das Tempo der Spitze ansieht, wie viel hat dir da deiner Meinung nach heute gefehlt?
Sandro Cortese: So richtig schnell war es ja nicht. Das waren drei, vier Zehntel pro Runde. Das ist nicht so viel. Wenn ich bei der Gruppe dabei wäre, dann glaube ich auch, dass ich da mitfahren könnte. Alleine ist das schwieriger, wenn man den Fluss von der Gruppe hat, geht es dann.

Die Lücke von Smith und Talmacsi nach hinten ist aber doch recht schnell aufgegangen...
Sandro Cortese: Ja, weil sie konstant waren. Sie waren zu zweit, in der Gruppe waren wir zu sechst oder zu siebt, da macht man sich teilweise gegenseitig den Rhythmus kaputt.

Aber wieso stört man sich da gegenseitig, wenn man sieht, dass die vorne wegkommen?
Sandro Cortese: Man kämpft da einfach um jeden Platz.