Moto3 - Aron Canet gewinnt erstes WM-Rennen in Jerez

Harter Fight in der Moto3 auf spanischen Boden

Nach einem Rennen voll von Überholmanövern und Action total konnte Aron Canet in Jerez sein erstes WM-Rennen gewinnen. Fenati und Mir auf dem Podium.
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Motorsport-Magazin.com - Action pur im Moto3-Rennen in Südspanien. Romano Fenati, Aron Canet, Joan Mir,Marcos Ramirez und Darryn Binder lieferten den spanischen Fans die perfekte Rennaction mit Führungswechseln in fast jeder Kurve. Am Ende war es jedoch Canet, der triumphierte und damit sein ersten Grand Prix gewann.

Die Schlüsselszene

Wie zu erwarten ließ die Rennentscheidung bis zur letzten Kurve der letzten Runde auf sich warten. Die Führung wechselte im gefühlten Sekundentakt das ganze Rennen über - am Ende zählte das beste Manöver in der letzten Runde. Canet beanspruchte diesen Punkt für sich und sicherte sich damit seinen ersten GP-Sieg.

Der Rennfilm

Start: Jorge Martin startet stark und holt sich den Holeshot. Romano Fenati schafft es aber ebenfalls gut, von der Startlinie wegzukommen und ist Kurve eins schon Zweiter.

1. Runde: Antonelli und Suzuki stürzten in Kurve sechs, beide bleiben unverletzt und springen wieder auf ihre Bikes. Fenati übernimmt in derselben Kurve die Führung von Martin.

2. Runde: Canet kommt aus dem Nirgendwo auf den dritten Platz, genauso wie Darryn Binder. Eine Kurve später zieht er auch an Fenati vorbei und geht in Führung. Der Italiener schlägt aber zurück.

3. Runde: Fenati und Binder kämpfen immer noch um die Führung, Ramirez hat sich dahinter auf Rang drei vorgekämpft. Polesetter Martin ist auf Platz fünf zurückgefallen. Pagliani kassierte eine Ride Through-Strafe für einen Jump Start.

4. Runde: Vicente Perez crasht unverletzt. An der Spitze zieht Ramirez an Binder vorbei auf Rang zwei, eine Kurve später auch an Fenati. Nach der halben Runde mischt auch Mir mit, der er auf den zweiten Platz geschafft hat.

5. Runde: Mit Beginn der fünften Runde führt Fenati das Feld erneut vor Binder an. Ramirez ist Dritter. Eine Lücke kann keiner der Piloten öffnen. Auf der Geraden ziehen Ramirez und Binder an Fenati vorbei.

6. Runde: Tatsuki Suzuki muss das Rennen aufgeben, Pagliani zieht seine Ride Thorugh-Strafe durch. Fenati ist derweil auf den vierten Platz zurückgefallen.

7. Runde: In Kurve eins zieht auch Canet noch an Fenati vorbei, damit ist er nur noch Fünfter. An der Spitze führt Ramirez vor Binder und Mir. Canet dreht jetzt auf und quetscht sich auch an Mir vorbei, um sich den dritten Platz zu holen. Ein paar Kurven weiter will er auch an den beiden Führenden vorbeiziehen, sie schlagen aber zurück. Auf der Zielgeraden schiebt Binder Canet weit, der sein Bike gerade noch halten kann.

8. Runde: Canet ist dadurch auf den siebten Platz zurückgefallen. Ramirez führt vor Binder und Fenati, der aber versucht, sich die beiden Führenden für ein Manöver zurechtzulegen. In der letzten Kurve schafft er es, auf Platz zwei vorzufahren.

9. Runde: In Kurve eins schiebt Binder den WM-Führenden Mir fast aus dem Rennen. Ramirez hält seine Führung vor Fenati und Mir. Binder ist auf den vierten Platz zurückgefallen. In der letzten Kurve schalten die Piloten dann wieder auf Volldampf: Binder zieht auf den ersten Platz, auch dahinter wechseln die Plätze.

10. Runde: Zwei Kurven später ist das aber wieder Geschichte. Ramirez geht wieder in Führung vor Mir und Binder. Fenati muss wieder auf den vierten Platz zurück.

11. Runde: Fenati kämpft sich auf Rang drei vor, Binder führt mal wieder vor Teamkollege Ramirez. In der letzten Kurve stürzt Binder. Er ist stinksauer, führt das Rennen aber weiter.

12. Runde: Damit ist er aus dem Kampf um den Sieg raus, Ramirez führt derweil vor Fenati und Canet.

13. Runde: Neue Runde, neuer Wechsel an der Spitze: Nach der Hälfte der Runde führt zwar immer noch Ramirez, der eine kleine Lücke aufreißen kann. Dahinter setzen sich Canet und Mir gegen Fenati durch. Adam Norrodin stürzt in Kurve sechs gemeinsam mit Bezzecchi unverletzt.

14. Runde: Die Rennleitung gibt bekannt, dass der Zwischenfall zwischen Binder und Fenati gerade untersucht wird. An der Spitze hält sich derweil die Top-3 konstant.

15. Runde: John McPhee crasht in Kurve eins, er ist unverletzt und versucht sein Bike sofort wieder auf die Strecke zu kriegen. Canet versucht auf der Geraden den Windschatten zu nutzen und in Führung zu gehen, er bleibt aber Vierter. Eine Kurve später geht Fenati in Führung.

16. Runde: Der Kampf geht weiter: Ramirez und Mir ziehen an Fenati vorbei, damit ist er Dritter. Fenati schlägt aber zurück und zieht zumindest an Mir vorbei.

17. Runde: Die Rennleitung entscheidet, den Zwischenfall zwischen Binder und Fenati ohne Strafen zu belassen.

18. Runde: Früh in der Runde geht in Führung, Canet nutzt den Windschatten seiner Konkurrenten und zieht vor auf zwei. Migno ist jetzt auch in der Führungsgruppe, er zieht mit einem klugen Manöver auf Rang vier vor Mir.

19. Runde: Über der Ziellinie geht ein weiteres Mal Ramirez in Führung, dahinter bleibt Canet hängen. Fenati, der eine Runde vorher noch führte, ist nur noch Vierter. Eine Kurve später sieht allerdings schon wieder alles anders aus, Canet führt.

20. Runde: In Kurve eins attackiert Ramirez den Führenden Canet, er schafft es aber nicht, vorbeizugehen. Erst auf der Gegengerade gelingt es ihm, in der letzten Kurve ist es jedoch wieder Canet, der führt.

21. Runde: Fenati und Mir machen Druck, sie formieren die Top-4 neu: Fenati, Mir, Canet, Ramirez.

22. Runde: Fenati schafft es, eine minimale Lücke auf Mir zu öffnen. Dahinter zieht Ramirez an Mir vorbei, der schlägt aber in Kurve 13 zurück.

23. Runde: Auf der Gegengeraden hat Mir den Vorteil und zieht an Fenati vorbei, eine Kurve später geht der Italiener wieder in Führung. In der letzten Kurve geht Canet in Führung und kann es halten.

Ziel: Canet gewinnt seinen ersten GP sehr knapp vor Fenati und Mir. Ramirez, der ein so starkes Rennen gefahren ist, muss sich nur mit Platz vier zufriedengeben.

Die Stimmen vom Podium

Aron Canet (Erster, Estrella Galicia): "Ich glaube, es ist der beste Tag meines Lebens. Der Rhythmus des Rennens war ein bisschen langsam, aber mein Ziel war es, in der letzten Runde anzugreifen. Das hat geklappt."

Romano Fenati (Zweiter, Marinelli Rivacold): "Ich habe das Rennen sehr genossen, es hat Spaß gemacht. Der zweite Platz ist gut für uns in Sachen Punkte für die Weltmeisterschaft. Nach der Zielflagge hat Aron mich berührt, aber das war sicher durch die Nervosität des Rennens. Jetzt arbeiten wir an Le Mans."

Joan Mir (Dritter, Leopard Racing): "Ich bin mit dem Rennen zufrieden, denn wir haben sehr klar und gut gekämpft. Wir wissen, dass die letzte Runde in der Moto3 einfach nur verrückt ist. Ich hatte eine Strategie. Ich habe Fenati überholt und wollte dann vorbeiziehen. Ich hatte dann aber einen großen Moment, ich hatte Glück, dass ich nicht gestürzt bin. Ich freue mich über das Ergebnis."

Die Erkenntnisse des Rennens

  • Auch Rückschläge können Romano Fenati nicht hindern
  • Aron Canet sollte man in der letzten Kurve nicht unterschätzen

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