Für das Grand Prix Team Switzerland verlief der Donnerstag recht unglücklich. Nachdem der Pilot Randy Krummenacher bei schwierigen Bedingungen mit konkurrenzfähigen Rundenzeiten in das verregnete erste Training gestartet war, ruinierte ein harmloser Ausrutscher über das Vorderrad den Tatendrang des Teams. Fahrer und Motorrad blieben dabei unversehrt. Bis jedoch die Kalex-Moto2 wieder in fahrbereiten Zustand war, wurde der Regen stärker, sodass eine Zeitenverbesserung nicht mehr möglich war.
Wenige Minuten vor Ablauf der 45-minütigen Trainingszeit wurde die Session dann abgebrochen, weil gleich mehrere Piloten für eine Ölspur sorgten, die auf der regennassen Fahrbahn schwer bereinigt werden konnte. Die Absage aller Nachmittagstrainings war die Folge. Das Grand Prix Team Switzerland bleibt jedoch weiterhin positiv gestimmt, da zum Einem der 21-jährige Kalex-Pilot von Beginn an ein gutes Gefühl für die schwierigen Bedingungen finden konnte und andererseits wertvolle und hilfreiche Daten von einem Test vor rund einem Monat hier in Assen vorhanden sind.
Als Trainingsschnellster rechtfertigte Stefan Bradl seine WM-Führung. Der 20-jährige Boxen- und Markenkollege vom Grand Prix Team Switzerland fuhr in 1:54,435 vor Kenan Sofuoglu und Simone Corsi die schnellste Rundenzeit. Wegen der Streichung aller Nachmittagstrainings wurde der Zeitplan für den morgigen Freitag abgeändert. Von 11:30 bis 12:35 Uhr wird für die Moto2-Klasse FT2 abgewickelt, bevor um 15:10 Uhr das Qualifikationstraining beginnt.
"Wegen dem Sturz am Vormittag und der Streichung aller Trainings am Nachmittag ist der erste Trainingstag eigentlich weniger gut für uns verlaufen", sagte Krummenacher etwas frustriert. "Wir können aber trotzdem positiv dem weiteren Wochenende entgegenblicken. Ich konnte mich von Beginn an recht gut auf die schwierigen Bedingungen im Nassen einstellen. Dazu muss ich erwähnen, dass mir dabei die Erfahrungen aus dem Rennen in Silverstone sicherlich geholfen haben. Leider bin ich dann übers Vorderrad ausgerutscht und bis die Kalex-Moto2 wieder fahrbereit war, wurde der Regen stärker. Eine Zeitenverbesserung war daher nicht mehr möglich und schließlich wurde die Session auch abgebrochen. Warum das nicht frühe geschah wundert mich, da die Ölspur schon lange vorher zu sehen war. Die Streichung von FP2 am Nachmittag bringt uns ganz bestimmt nicht aus der Ruhe, da wir ja vor einem Monat hier testen waren, wo wir vielen Daten sammeln konnten. Egal wie das Wetter an den nächsten Tagen sein wird, wir sind eigentlich für alle Bedingungen gerüstet."
"Der erste Trainingstag hat nicht viel gebracht. Die Bedingungen und Voraussetzungen waren aber für alle gleich", sagte Teamchef Marco Rodrigo. "Wir hatten zudem aber noch einen Sturz übers Vorderrad zu verzeichnen, der uns wertvolle Zeit geraubt hat. Ansonsten war die Angelegenheit harmlos. Nach dem verpatzten Vormittagstraining wäre eine zweite Session am Nachmittag hilfreich gewesen. Aber gegen derartige Umstände kann man nichts machen. Nichtsdestotrotz sind wir bereit für ein weiteres gutes Wochenende. Team, Fahrer und Material befinden sich in bester Verfassung."

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