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Bathurst: Schwerer Unfall, Porsche-Fahrer erleidet Knochenbruch

Ein schwerer Unfall überschattet den Auftakt zum 12-Stunden-Rennen in Bathurst. Für zwei Teams ist schon Feierabend. Emotionales Rennen für Schnitzer.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Der Auftakt zum 12-Stunden-Rennen von Bathurst wurde von einem schweren Unfall überschattet. Beim 1. Training am Freitagmorgen australischer Zeit verlor Tim Pappas vom Porsche-Team Black Swan Racing die Kontrolle über sein Auto und schlug mit hoher Geschwindigkeit in die Streckenbegrenzung ein. Dabei fing der stark am Heck beschädigte Porsche 911 GT3 R Feuer.

Der 45 Jahre alte US-Amerikaner wurde zunächst im Medical Center an der Rennstrecke untersucht. Anschließend wurde Pappas in ein Krankenhaus nach Sidney geflogen. Er zog sich Brüche am rechten Arm sowie im Beckenbereich zu und muss sich einer Operation unterziehen. Laut Porsche sei er zu jeder Zeit bei Bewusstsein gewesen.

Pappas bleibt im Krankenhaus, während das Team vorzeitig zusammenpackt. Der Schaden am Porsche war offenbar zu groß, um ihn rechtzeitig für den weiteren Verlauf des Rennwochenendes am Mount Panorama zu reparieren. Pappas teilte sich den 911er mit seinen beiden Teamkollegen Marc Lieb und Jeroen Bleekemolen.

Zwei Teams packen vorzeitig zusammen

Pappas verunfallte mit in Bathurst üblicher hoher Geschwindigkeit ausgangs der The Chase-Kurve. An der gleichen Stelle erwischte es zudem den Audi R8 LMS des Melbourne Performance Center Audi Teams. Pete Storey saß am Steuer, als sich der Unfall am Ausgang der Chase-Kurve ereignete. Das Team, dem auch die beiden BTCC-Champions Matt Neal und Gordon Shedden angehörten, sah sich ebenfalls nicht in der Lage, den Rennwagen rechtzeitig zu reparieren.

Es waren nicht die einzigen Vorfälle während der Trainings-Sessions auf der ikonischen Berg-und-Tal-Strecke. So kollidierte der Ferrari 488 GT3 von Paul Dalla Lana mit dem Mercedes-AMG GT3 von Shane van Gisbergen. Die Rennleitung machte den Ferrari-Piloten von AF Corse als den Schuldigen in dieser Situation aus und brummte dem Team eine 10-Platz-Strafe fürs Rennen auf.

Mercedes mit Bestzeit - Schnitzer auf Platz drei

Die Tagesbestzeit sicherte sich Raffaele Marciello im Mercedes-AMG GT3. Der Italiener benötigte für seine schnellste Runde im 4. Training 2:03.588 Minuten und bescherte seinem Team GruppeM Racing einen hervorragenden Auftakt. Auf dem zweiten Platz in der Zeitentabelle reihte sich Audi-Fahrer Kelvin van der Linde mit einem Rückstand von 0,04 Sekunden ein.

Platz drei ging an Augusto Farfus und sein BMW Team Schnitzer. Der Brasilianer hatte am vergangenen Wochenende mit BMW den Klassensieg beim 24-Stunden-Rennen von Daytona gefeiert. Das Frelassinger Team Schnitzer bestreitet in Bathurst sein erstes Rennen seit dem plötzlichen Tod des langjährigen Teamchefs Charly Lamm.

Er war am Donnerstag vor einer Woche im Alter von nur 63 Jahren nach kurzer, aber schwerer Krankheit verstorben. Am Kommandostand von Schnitzer in Australien sitzt Herbert Schnitzer Junior, Sohn von Teamgründer und -eigner Herbert Schnitzer Senior.

Bathurst 12h: So geht es weiter

In Bathurst geht es am Samstag, 08:35 Uhr Ortszeit (22:35 Uhr MEZ) weiter mit dem 5. Training. Ab 11:20 Uhr australischer Zeit stehen die ersten Qualifying-Sessions auf dem Programm. Das Rennen über 12 Stunden startet am Sonntag um 05:45 Uhr (Samstag, 19:45 Uhr MEZ).


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