Was als ein vermeintlicher Witz begonnen hatte, ist jetzt wirklich Realität geworden: US-Präsident Donald Trump hat die Austragung eines IndyCar-Rennens in Washington, D.C. angeordnet! Der bisher nicht im Rennkalender enthaltene Lauf soll vom 21. bis 23. August 2026 auf einem temporären Stadtkurs in der US-amerikanischen Hauptstadt ausgetragen werden.

Trump erließ an diesem Freitag eine offizielle Präsidentenverfügung, die die Planungen für den sogenannten 'Freedom 250 Grand Prix of Washington' einleiten soll. Das unerwartete IndyCar-Rennen soll anlässlich des 250. Geburtstages der USA in diesem Jahr über die Bühne gehen. Geplant ist ein Rennen auf öffentlichen Straßen rund um die berühmte Parkanlage National Mall.

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Trump: "Rennen wird die Erhabenheit unserer großartigen Stadt zur Schau stellen"

"IndyCar-Rennen sind eine Quelle des Stolzes und der Unterhaltung für unsere Nation. Deshalb freue ich mich, den Freedom 250 Grand Prix of Washington, D.C. ankündigen zu können", schrieb Trump in der Verfügung. "Dieses Rennen - das erste Autorennen überhaupt, das jemals in der Hauptstadt unserer Nation nahe der National Mall ausgetragen wird - wird die Erhabenheit unserer großartigen Stadt zur Schau stellen, während die Fahrer zur Feier von Amerikas 250. Geburtstag eine Strecke rund um unsere ikonischen nationalen Denkmäler bewältigen."

US-Präsident Donald Trump vor einem IndyCar
US-Legende Roger Penske zu Besuch bei Präsident Donald Trump, Foto: IMAGO/MediaPunch

Der Eintritt zum Rennen soll für Besucher kostenlos sein. Das Verkehrs- und Innenministerium sind mit der Planung beauftragt worden, innerhalb der nächsten 14 Tage einen Streckenverlauf auszuarbeiten. Der 'Freedom 250 Grand Prix of Washington' käme als 18. Saisonrennen in den Kalender und würde zwischen die bestätigten Rennen in Markham (14.-16. August) und dem Double-Header in Milwaukee (28.-30. August) fallen.

"Seit über einhundert Jahren gibt der amerikanische IndyCar-Motorsport das Tempo vor", ließ Trump weiter mitteilen. "Mit Geschwindigkeiten von über 200 Meilen pro Stunde versetzen die Autos und Fahrer alle, die diesen durch und durch amerikanischen Sport verfolgen, ins Staunen und zollen ihnen Respekt."

Roger Penske: "Land mit gewaltigem Rennspektakel ehren"

US-Legende Roger Penske, der dem Präsidenten im vergangenen Jahr im Weißen Haus einen Besuch abgestattet hatte, teilte mit: "Präsident Trump hat unserem Sport eine außergewöhnliche Auszeichnung verliehen, und wir sind dankbar für sein Vertrauen und seine Unterstützung, während sich IndyCar darauf vorbereitet, unser Land mit einem gewaltigen Rennspektakel zu ehren. Das wird eine wirklich unvergessliche Veranstaltung, die die Unabhängigkeit unseres Landes und das Vermächtnis von Patriotismus, Innovation und Exzellenz feiert, das den Motorsport in ganz Amerika antreibt."

US-Verkehrsminister Sean Duffy ergänzte: "Freiheit läutet nicht - sie heult auf! IndyCar steht für Wettbewerb und das Ausreizen von Grenzen - genau die Dinge, die Amerika schon immer definiert haben. Es gibt keinen besseren Ort, um unseren 250. Jahrestag zu feiern, als diese Energie in die Hauptstadt der Nation zu bringen und Washington, D.C. der Welt zu präsentieren."

Aus einem KI-Video wird Realität: IndyCar kommt nach Washington

Verkehrsminister Duffy hatte in der vergangenen Woche ein per KI erstelltes Video in den sozialen Medien verbreitet, das ein IndyCar-Rennen in Washington abbildete. Trump hatte den Beitrag über seine Kanäle geteilt. Jetzt könnte das Rennen in der Hauptstadt zur großen Feier tatsächlich Realität werden.

Graham Rahal, der neue Teamkollege von IndyCar-Rookie Mick Schumacher bei RLL, hatte sich beim Medientag in dieser Woche bereits für ein Rennen in Washington ausgesprochen. "Das ist eine riesige Chance für IndyCar", meinte der 37-Jährige. Und weiter: "Offensichtlich bin ich ein patriotischer Typ. Egal, wer im Weißen Haus sitzt - mir ist egal, wer es ist: Wenn wir in Washington ein Rennen fahren könnten, wäre das großartig, besonders auf der National Mall."

Donald Trump mit Roger Penske im Weißen Haus
US-Präsident Trump unterschreibt IndyCar-Verfügung - links dahinter: Roger Penske, Foto: IMAGO/UPI Photo

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