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IndyCar Road America II 2020: Startchaos, 1. Rosenqvist-Sieg

Felix Rosenqvist setzt sich in einem packenden Finale gegen Patricio O'Ward durch und gewinnt den zweiten IndyCar-Lauf in Road America. Chaos am Start.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Es kann auch noch ein anderer Fahrer als Scott Dixon siegen: Felix Rosenqvist holt seinen ersten Sieg in der IndyCar-Serie. Beim zweiten Lauf auf der Road America in Elkhart Lake setzte sich Rosenqvist in einem spannenden Finale kompromisslos gegen Patricio O'Ward durch, der zuvor das Geschehen lange kontrollierte. Zu viel Chaos kam es in der Startphase.

IndyCar Road America II 2020: Das Rennen kompakt

Der Rennverlauf: Eine chaotische Startrunde führte gleich zur ersten Caution: Conor Daly verlor seinen Frontflügel, Ryan Hunter-Reay (Turn 1) und Graham Rahal (Turn 3) flogen beide nach Kontakt mit Will Power ab. Power seinerseits verlor eine Runde nach dem Restart die Kontrolle und sorgte gleich für die nächste Gelbphase. Nach dem zweiten Restart am Ende der siebten Runde bestimmte zunächst Pole-Setter Patricio O'Ward zusammen mit seinem ärgsten Verfolger Alex Palou das Geschehen.

Nach den ersten Stopps übernahmen kurzzeitig die auf einer anderen Strategie fahrenden Power und Santino Ferrucci die Spitze. Bis Runde 21 hatte O'Ward aber beide wieder kassiert. Als nunmehr härtester Verfolger zog Felix Rosenqvist einige Runden später nach. Rosenqvist machte Jagd auf O'Ward, büßte beim zweiten Stopp aber wertvolle Zeit ein. Auch nach den dritten und letzten Stopps führte O'Ward das Rennen gut sechs Sekunden vor Rosenqvist an.

Großer Verlierer der Stopp-Runde war der bisherige Saison-Dominator Scott Dixon, der sein Auto abwürgte und am Ende nur 12. wurde. Vorne schloss Rosenqvist immer mehr zu O'Ward auf und war drei Runden vor Schluss in Schlagdistanz. Im vorletzten Umlauf kämpft sich Rosenqvist sehenswert vorbei und stellt damit seinen Premierensieg in der IndyCar-Serie sicher. Dritter wurde nach einer bisher katastrophalen Saison Andretti-Autosport-Pilot Alexander Rossi vor Marcus Ericsson und Colton Herta.

Die Sieger-Strategie: Im ersten Stint noch relativ unauffällig unterwegs, wurde Rosenqvist mit zunehmender Renndauer immer stärker. Entscheidend dabei die Reifenwahl beim dritten und letzten Stopp: Rosenqvist setzte, anders als O'Ward, auf die harten Blacks. Gegen Rennende hatte Rosenqvist damit im Zweikampf die besseren Karten.

Cautions und Zwischenfälle:

  • Caution 1 (Runde 1 bis 4): Abflüge von Ryan Hunter-Reay und Graham Rahal
  • Caution 2 (Runde 6 bis 7): Abflug von Will Power

Das sagt Sieger Rosenqvist: "Es fühlt sich so gut an, wir waren ein paar Mal ja schon so kurz davor. Heute haben wir endlich mal alles zusammen bekommen, alles ist für uns gelaufen, die Pace war grandios, und vier Siege aus vier Rennen für Ganassi ist natürlich auch toll. Es war natürlich hart, da wir an der Box immer ein paar Sekunden verloren haben. Aber unsere Pace war einfach so gut. Und als es dann am Schluss noch hieß, dass Pato auf gebrauchten weichen Reifen unterwegs ist, da stieg der Glaube, dass seine Reifen einbrechen würden, und genau das ist auch passiert."

Top-5 in Rennen und Gesamtwertung:

Pl. Fahrer Pl. Fahrer (Punkte)
1. Felix Rosenqvist 1. Scott Dixon (173)
2. Patricio O'Ward 2. Colton Herta (119)
3. Alexander Rossi 3. Simon Pagenaud (110)
4. Marcus Ericsson 4. Patricio O'Ward (110)
5. Colton Herta 5. Josef Newgarden (106)

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