IndyCar

Wegen Visa-Ärger: Spontanes Debüt für Robert Wickens

...dann muss eben ein Kanadier in Road America einspringen. Kuriose Geschichte bei den IndyCars, die Robert Wickens zu seinem Debüt in der US-Serie führt.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Kuriose Geschichte vor dem anstehenden IndyCar-Rennen in Road America. Der Russe Mikhail Aleshin, eigentlich Stammfahrer bei Schmidt Peterson, hätte das Rennwochenende beinahe verpasst. Der Grund: Aleshin durfte Frankreich wegen Problemen mit seinem Visum nicht verlassen. Seit seiner Teilnahme an den 24 Stunden von Le Mans hängt Aleshin in Frankreich fest, er durfte nicht in die USA reisen.

Offenbar konnten die Probleme im letzten Moment gelöst werden. Aleshin twitterte am Freitagmittag, dass er nun endlich in die USA fliegen dürfe. Trotzdem verpasst er die Trainings und sämtliche weitere Events in Road America - der Flug von Europa nach Amerika dauert schließlich eine Weile. Es ist die denkbar schlechteste Vorbereitung für Aleshin, doch zumindest sollte er später am Wochenende starten können.

Prominente Alternative

Wenn es mit dem Visum nicht geklappt hätte, hätte Schmidt Peterson allerdings eine Alternative gehabt. Robert Wickens, eigentlich für Mercedes in der DTM am Start, wurde kurzfristig für das Rennwochenende nominiert als Ersatz für Aleshin. "Das Team hat Robert Wickens für das Auto mit der Startnummer 7 ausgewählt, bis die Einreiseprobleme behoben sind", teilte der Rennstall mit.

So kommt der Kanadier unverhofft zu seinem Debüt in der IndyCar-Serie - zumindest bei ein paar Sessions. "Ich halte nur den Sitz für Mikhail Aleshin warm, bis er seine Probleme bewältigt hat", schrieb Wickens auf seiner Facebook-Seite.

Rückkehr ins IndyCar-Cockpit

Für ihn wird es der erste offizielle Einsatz an einem Rennwochenende, Erfahrung in einem IndyCar konnte Wickens aber schon einmal sammeln. Im April dieses Jahres tauschte er mit IndyCar-Kumpel James Hinchcliffe die Autos. Wickens durfte den Schmidt Peterson-Boliden seines Landsmannes in Sebring fahren, während Hinchcliffe in Vallelunga ein DTM-Auto steuerte.

"Es ist überraschend, welche Ähnlichkeiten es gibt. Vor allem wenn man bedenkt, wie unterschiedlich die Basiskonzepte beider Autos sind", sagte Wickens nach dem Test bei Autosport. "Das Leistungsgewicht ist ähnlich, aber ich hatte vom IndyCar etwas mehr Punch erwartet."

Wickens stammt aus dem Formelsport, 2011 gewann er die Formel Renault 3.5. Im selben Jahr absolvierte er zudem Testfahrten für das frühere Formel-1-Team von Manor. 2012 wechselte er komplett in die DTM, zu Beginn dieses Jahres gab er zudem sein Debüt bei den 24 Stunden von Daytona in einem Prototypen.


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