IndyCar

Fokus auf Racing legen - Andretti weint Patrick keine Träne nach

Mario Andretti, der die Promotion des Rennens auf der historischen Milwaukee Mile übernommen hat, ist über den Verlust von Danica Patrick nicht betrübt.
von Heiko Stritzke

Motorsport-Magazin.com - Mario Andretti, der mit der Übernahme der Promotion des Milwaukee-Rennens dieses vor der endgültigen Streichung aus dem IndyCar-Kalender rettete, ist nicht traurig über den Verlust von Danica Patrick, die die Serie in den vergangenen Jahren in den amerikanischen Medien hielt und 2012 vollständig in die NASCAR gewechselt ist.

"Ich denke, wir sind auf unsere eigene Art stark", sagte der Teambesitzer von Andretti-Green. "Ja, wir haben Danica verloren, aber ich bin nicht sicher, ob sich das negativ auswirken wird." Patrick habe viel Gutes in die Serie gebracht, "aber auch viele andere Dinge, die die Aufmerksamkeit von unserer Serie weggenommen hat." Das sei nicht gesund und auch NASCAR werde das herausfinden, prophezeite er.

Das neue Aushängeschild der IndyCars dürfte Rubens Barrichello heißen - Foto: Sutton

Dabei machte Andretti klar, dass dies keine Kritik an Danica Patrick selbst sei, sondern eher an dem übertriebenen Medieninteresse an der einzigen weiblichen Siegerin eines Laufes zur IndyCar Series. "Es ging nur noch um sie. Ich meine, da wurde in den Medien darüber geredet, dass sie Zwölfte geworden ist, was die Aufmerksamkeit von unsere richtigen Stars abgelenkt hat, die wirklich nicht die Aufmerksamkeit erfahren haben, die sie verdient hätten."

Milwaukee zurück ins Rampenlicht holen

Mit dem Weggang von Danica Patrick hofft Andretti, dass die Medien sich künftig wieder auf die wirklichen Stars wie seinen Sohn Marco, Graham Rahal, Ryan Briscoe, Dario Franchitti, Ryan Hunter-Reay oder das vielversprechende Jungtalent James Hinchcliffe konzentrieren. Ein Mittel zur Wiedererlangung des Medieninteresses ist die erneute Ausrichtung des Rennens auf der Milwaukee Mile.

Das Rennen auf der legendären, 1903 eingeweihten Strecke in Wisconsin war über Jahrzehnte bis zur folgenschweren Aufspaltung der IndyCars ein Stützpfeiler der Serie und Garant für hohe Zuschauerzahlen. Mehrere Promoter versuchten erfolglos, das Rennen zu altem Glanz zu erwecken, bevor die Strecke 2010 aus dem Kalender gestrichen wurde. 2011 wurde das Rennen vor einer Geisterkulisse zu einem Flop, nun versucht Andretti, mit einem großen Rahmenprogramm die Zuschauer zurück ins Ein-Meilen-Oval zu holen.


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