IMSA

Spannung bis zuletzt - Porsche kämpft um Titel

Fünf RS Spyder setzt Porsche beim Petit Le Mans ein. Der Titelkampf tobt.

Motorsport-Magazin.com - Das Titelrennen in der American Le Mans Series bleibt spannend bis zum Schluss. Mit dem 503 PS starken Porsche RS Spyder starten Timo Bernhard und Romain Dumas am Samstag, 4. Oktober, als Tabellenführer beim 1.000-Meilen-Klassiker Petit Le Mans. Auf der Traditionsrennstrecke von Road Atlanta wollen sie ihre Verfolger auch beim vorletzten Saisonrennen auf Distanz halten und einen weiteren Schritt in Richtung erfolgreiche Titelverteidigung machen.

"Dieses Rennen ist eine der größten Herausforderungen des Jahres", sagt Timo Bernhard, der mit Porsche auf dem 4,09 Kilometer langen Berg-und-Tal-Kurs im US-Bundesstaat Georgia bereits drei Klassensiege feierte: 2007 mit dem RS Spyder, 2004 im 911 GT3 RSR und 2003 mit dem 911 GT3 RS. Neben den 12 Stunden von Sebring ist das Petit Le Mans das Rennen, bei dem die meisten Punkte vergeben werden. Davon wollen die amtierenden Champions profitieren. Timo Bernhard: "Unser Ziel ist es, möglichst viele Punkte zu holen und uns damit eine gute Ausgangsposition für das Finale zu sichern. Das wird aber ein hartes Stück Arbeit werden." Romain Dumas, zweimaliger Klassensieger beim Petit Le Mans, kann das nur bestätigen: "Auf dieser anspruchsvollen Strecke muss man vom Start bis ins Ziel fit und voll konzentriert sein. Nur dann kann man über die volle Distanz die geforderten Höchstleistungen bringen."

Erstmals in der American Le Mans Series sind fünf RS Spyder am Start. Drei Sportprototypen mit dem neuen Benzindirekteinspritzermotor setzt Penske Racing ein. Mit der Startnummer 7 gehen Timo Bernhard und Romain Dumas ins Rennen, mit der Nr. 6 Sascha Maassen und Patrick Long. Im dritten RS Spyder (Nr. 5) sitzen ebenfalls zwei absolute Top-Piloten: Ryan Briscoe und Helio Castroneves. Briscoe war 2007 bereits als Porsche-Werksfahrer in einem Porsche RS Spyder in der ALMS unterwegs und holte Platz zwei in der Meisterschaft. Die IndyCar-Saison 2008 beendete er für das Team Penske Racing mit zwei Siegen als Fünfter der Meisterschaft. Briscoes Teamkollege Castroneves wurde Vizemeister und gewann zwei Rennen.

Auch hinter der Boxenmauer sind Mitglieder des erfolgreichen IRL-Teams von Roger Penske im Einsatz. Emmanuel Collard, zusammen mit Timo Bernhard und Romain Dumas in dieser Saison schon Gewinner der 12 Stunden von Sebring, wird sich auf allen drei Penske-Autos qualifizieren, um bei Bedarf als dritter Fahrer einspringen zu können. Die RS Spyder des von Porsche unterstützten US-Privatteams Dyson Racing mit den Startnummern 16 und 20 werden von Chris Dyson und Guy Smith sowie von Butch Leitzinger und Marino Franchitti gefahren.

"Mit dem Einsatz eines dritten RS Spyder sorgt Penske Racing auf der Zielgeraden der Saison für zusätzliche Spannung", sagt Porsche-Motorsportchef Hartmut Kristen. Fünf RS Spyder in einem Rennen - das ist ein weiteres Highlight in der American Le Mans Series, die in dieser Saison ein Leistungsniveau erreicht hat, das aus seiner Sicht jedem internationalen Vergleich standhält. Hartmut Kristen: "Die Fans erleben hier mit den besten Motorsport, der weltweit geboten wird."

Das gilt nicht nur für die Sportprototypen, sondern auch für die leicht modifizierten Seriensportwagen, die sich in der Klasse GT2 packende Duelle liefern. Auch da ist die Titelentscheidung noch nicht gefallen. An der Spitze der Punktewertung liegen mit komfortablem Vorsprung Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Wolf Henzler (Nürtingen), die mit dem Porsche 911 GT3 RSR von Flying Lizard Motorsports bereits vier Saisonsiege in Sebring, Salt Lake City, Lime Rock und Detroit feierten.


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