IMSA

USA-Debüts auf der Road Atlanta - Vorschau auf das Petit Le Mans

Wenn am Samstag das Saisonhighlight der ALMS gestartet wird, sind viele deutschsprachige Piloten am Start.
von Eduard Einberger

Motorsport-Magazin.com - Mit dem 13. Petit Le Mans genannten Rennen auf der Road Atlanta in Braselton, Georgia geht am Wochenende die Saison der ALMS zu Ende und der ILMC in die zweite Runde. Weil das "PLM" sogar wichtiger eingeschätzt wird als die 12 Stunden von Sebring, sind auch in diesem Jahr wieder einige Hochkaräter unter den 45 Startern.

Am meisten wird wohl der Kampf der Diesel-Renner von Audi und Peugeot um die Vormachtsstellung bei den Prototypen beachtet werden. Noch steht es mindestens ausgeglichen, denn dem Audi-Triumph beim 24-Stundenrennen von Le Mans stehen die Siege der Franzosen in Sebring und beim ILMC-Auftakt in Silverstone gegenüber.

Beide Hersteller schicken zwei Boliden über den großen Teich. Während die Audi R15plus von Dindo Capello, Tom Kristensen und Allan McNish sowie Marcel Fässler, André Lotterer und Benoit Tréluyer pilotiert werden, setzt Peugeot auf Pedro Lamy, Franck Montagny und Stéphane Sarrazin sowie Marc Gené, Alexander Wurz und Anthony Davidson. Die Mannschaften der ALMS werden wohl Statisten in der LMP1-Klasse, einzig Drayson Racing könnte mit dem Lola-Judd und Paul Drayson, Jonny Cocker und Emanuele Pirro für Aufmerksamkeit sorgen.

Bei den kleinen Prototypen wird am Wochenende der Meister gesucht. Highcroft-Racing kämpft dabei gegen den Porsche RS Spyder von Cytosport, wo man ein deutsches Trio verpflichtet hat. Neben Titelkandidat Klaus Graf werden die Langstreckenspezialisten Sascha Maassen und Lucas Luhr ins Lenkrad greifen. Die Konkurrenz setzt weiterhin auf den Acura und die beiden Stammfahrer Simon Pagenaud und David Brabham, die ganze 16 Punkte Vorsprung auf den Porsche mitbringen.

In der Challenge-Klasse steht ein spannender Kampf um die Meisterschaft an, denn zwei Teams sind punktgleich an der Spitze der Tabelle. Scott Tucker verstärkt für das Rennen Level 5 Motorsport mit Marco Werner und Burt Frisselle, im Oreca FLM 01 von Gunnar Jeannette werden Elton Julian und Christian Zugel Platz nehmen.

Le Mans-Siegerteam im Hybrid-Porsche

Bei den GTs wird wieder ein packendes Duell um den Sieg erwartet, denn nahezu jedes Team hat sich mit bekannten Piloten verstärkt. Um den Sieg geht es wohl zwischen dem führenden Porsche von Flying Lizard mit Jörg Bergmeister, Patrick Long und Marc Lieb sowie den Ferraris von Risi Comepizione (Fisichella/Melo/Salo und Vilander/Bruni) und den werksunterstützten BMW und Corvette.

Andy Priaulx wird anstelle von Jörg Müller ins Lenkrad des M3 greifen, weil nur Dirk Werner alle drei ILMC-Rennen bestreitet. Das Schwesterauto wird wie üblich von Dirk Müller gelenkt. Zwei Jaguar RSR und drei Ford GT wollen das enge Feld aufmischen.

Zwei Premieren sollen die amerikanischen Fans zusätzlich an die Strecke locken: Don Panoz schickt mit dem Abruzzi ein völlig neues Fahrzeug auf die Strecke, der Nachfolger des Esperante soll auf der Road Atlanta für 2011 getestet werden. Neben dem Briten Ian James soll Benjamin Leuenberger den Abruzzi steuern. Der Schweizer war 2003 der letzte Pilot des legendären LMP1-Roadsters von Panoz.

Zum ersten Mal auf einer US-Strecke wird der Porsche 911 GT3R Hybrid unterwegs sein. Das Auto, das lange die 24 Stunden am Nürburgring angeführt hatte, soll auf der vier Kilometer langen Berg- und Talbahn unter Rennbedingungen weiterentwickelt werden. Die beiden Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard und Romain Dumas teilen sich den Hybrid-911 mit Audi-Pilot Mike Rockenfeller, der das Siegertrio von Le Mans komplettiert.

In der GT-Challenge haben nur noch vier Piloten eine Chance auf den Titel. Für Black Swan führen Tim Pappas und der Markenpokalspezialist Jeroen Bleekemolen mit 120 Punkten vor Shane Lewis und Bill Sweedler.


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