Mit großen Erwartungen kam Timo Glock Anfang 2006 aus der amerikanischen ChampCar Serie in die GP2 nach Europa zurück. Doch das erste halbe Jahr verlief schockierend - bei seinem BCN-Team häuften sich Pleiten, Pech und Pannen. Erst mit seinem Wechsel zu iSport fand sich Timo plötzlich dort wieder, wo ihn viele von Anfang an gesehen hatten; nicht zuletzt auch er selbst: an der Spitze.

Für 2006 erwartet er erneut ein hartes Jahr, nur diesmal scheinen die Vorzeichen sogar noch besser zu sein, als in der zweiten Saisonhälfte 2006. "iSport ist hoch motiviert die Siegesserie von ART zu beenden", sagte uns Timo nach seiner Vertragsverlängerung.

Bei den letzten GP2-Tests dieses Jahres in Valencia bestätigte sich dies: zwei Bestzeiten für iSport; eine für Timo, eine für seinen neuen Teamkollegen Andreas Zuber. "Es war ein erfolgreicher Test, aber ob wir ART damit den Rang ablaufen konnten, lässt sich nach einem Test noch nicht sagen", blieb Timo im Gespräch mit motorsport-magazin.com auf dem Asphaltboden. "Denn man weiß nie, was der andere macht; Tests sind immer eine eigene Sache."

Dennoch war er natürlich zufrieden. "Bei uns sieht man nun deutlich, dass die Arbeit des letzten halben Jahres immer mehr Früchte trägt. Wir wussten nach dem letzten Rennen genau, was wir für das nächste Jahr verbessern wollten, das hat iSport gemacht und wir Fahrer haben es umgesetzt. Natürlich haben wir auch bei diesem Test wieder etwas gefunden, dass wir verbessern möchten, aber riesige Sprünge sind dadurch nicht möglich. Es geht um Hundertstel und Zehntel - die Technik der Autos ist einfach ausgereizt. Deswegen muss man so knappe Abstände von einem oder zwei Zehnteln schon als gut einstufen."

Das wird sich auch durch das neue GP2-Auto nicht ändern. "Es gibt Eingriffe in die Aerodynamik und deswegen wird es sicherlich einen Unterschied geben", sagte Timo. "Also ergeben sich erneut Möglichkeiten, das Auto weiter zu verbessern." Für ihn und sein Team ist es nun enorm wichtig, "die Teile so früh wie möglich zu bekommen und dann damit zu arbeiten". Denn viele Testfahrten gibt es in der GP2 nicht. Daran hat er sich aber mittlerweile schon gewöhnt. "Deswegen ist es noch wichtiger, dass die Autos hundertprozentig laufen und wir gute Arbeit leisten." Wenn es so gut läuft wie in Valencia, sollte es für 2007 gut aussehen.