Vor zwei Wochen war Timo Glock die schlechte Stimmung geradezu anzusehen. Nach einem enttäuschenden Saisonstart mit seinem BCN Team schienen regelmäßige gute Ergebnisse außer Reichweite - ganz zu schweigen von Siegen. Stattdessen verfolgte ihn eine schier unbeschreibliche Pechsträhne.

In Silverstone fand diese jedoch ihr Ende: Nach Platz 2 im Hauptrennen am Samstag, konnte Timo auch am Sonntag überzeugen - selbst da er zwei Dämpfer einstecken musste. Sein erstes Problem kam direkt am Start.

"Ich hatte gestern beim Start relativ stark durchdrehende Räder und versuchte deshalb heute die Reifen extrem anzuwärmen. Das habe ich wohl zu gut gemacht", analysierte er. "Die Reifen haben schon fast am Boden geklebt und als ich die Kupplung loslassen wollte, ist das Auto ausgegangen. Es war wohl mein Fehler. Wir werden es auf jeden Fall analysieren."

Danach startete Timo vom Ende des Feldes eine furiose Aufholjagd. "Ich weiß gar nicht wie viele Leute ich in der ersten Runde überholt habe", erinnerte er sich. "Ich kam bis auf Platz 6 nach vorne und war nah an Pantano dran." Dabei hat er sich aber seinen linken Vorderreifen "ruiniert". "Deswegen habe ich mich hinter Pantano weggedreht und bin auf Rang 9 zurückgefallen." In der Folge konnte er sich zwar bis auf P7 nach vorne kämpfen, aber den letzten Punkterang verpasste er dennoch knapp.

Trotzdem zieht er aus diesem Rennen viel Positives: "Wenn alles normal gelaufen wäre, hätten wir um den Sieg mitfahren können. Das Auto ist gut und die Rennperformance war extrem stark." Was ist also das Fazit des Silverstone-Wochenendes?

"Das war eines der geilsten Wochenenden überhaupt", strahlte Timo. "Ich hoffe beim Test in Le Castellet noch etwas zu finden und es ist fast schon schade, dass jetzt vier Wochen Pause sind. Es fängt gerade an Spaß zu machen."