GP2

Nato verliert Sieg in der Schlussphase - Monaco: Markelov fuchst bei GP2-Crashfest alle aus

Lange dominierte Norman Nato das GP2-Hauptrennen in Monaco. Doch viele Unfälle und VSC-Phasen wirbelten das Feld durcheinander. Am Ende jubelte Artem Markelov.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Viele Unfälle und VSC-Phasen und am Ende ein unerwarteter Sieger. So lässt sich das GP2-Hauptrennen in Monaco 2016 kurz und knapp zusammenfassen. Artem Markelov holte den Sieg vor Norman Nato und Oliver Rowland. Marvin Kirchhöfer wurde Achter und startet damit im Sprintrennen von der Pole-Position.

Die Startphase: Am Start beschleunigt Norman Nato Sergey Sirotkin aus. Der Russe kommt schlecht aus den Blöcken und wird fast noch vom zweiten Racing-Engineering-Fahrer, Jordan King, passiert. Das Feld präsentiert sich diszipliniert, es gab keinerlei Zwischenfälle in der ersten Runde. Marvin Kirchhöfer liegt nach dem Start auf Platz elf. In den folgenden Runden setzen sich die Top-3 (Nato, Sirotkin und King) leicht vom ersten Verfolger, Mitch Evans, ab.

Der weitere Rennverlauf: Schon in Runde sechs von 42 bogen die ersten Fahrer ab in die Box, darunter Antonio Giovinazzi, Luca Ghiotto, Arthur Pic und Marvin Kirchhofer. Vorne dagegen zieht sich die Dreiergruppe etwas auseinander, Norman Nato dreht eine schnellste Runde nach der nächsten. Nach zehn Runden trennten ihn schon fast zwei Sekunden von Sirotkin. Etwas weiter dahinter kürzte Evans die Hafenschikane ab, um sich gegen Oliver Rowland zu verteidigen.

GP2 Monaco 2016: Das Unfallfest beginnt

Evans behielt zwar seine Position, Rowland setzte ihn aber weiter unter enormen Druck. In Runde 15 erhielt Philo Paz Armand eine 5-Sekunden-Strafe für Abkürzen, Evans erhielt seine Strafe in Runde 20: Kurz davor schaffte es Rowland an Evans vorbei. Haarige Szene in Runde 19: Pierre Gasly, aus der Box gestartet, rauschte Jimmy Eriksson ins Heck und musste daraufhin den Frontflügel wechseln. Die Trümmerteile auf der Strecke machten ein kurzes Virtual Safety Car notwendig.

In Runde 23 überschlagen sich die Ereignisse: Nicholas Latifi küsste die Mauer und musste mit Plattfuß hinten links die Box ansteuern. Kurz darauf flog Sirotkin in die Leitplanken am Ausgang der Schwimmbad-Sektion ab! Um den gestrandeten ART-Boliden zu bergen wurde wieder VSC ausgerufen. Eine Runde später wurde das Rennen wieder freigegeben, doch nun hing Nabil Jeffri in den Planken der Rascasse-Kurve. Folge: Wieder ein VSC. Wieder freigegeben wurde das Rennen in Runde 26.

GP2 Monaco 2016: Markelov trickst alle aus

In Runde 29 leistete sich auch King einen folgenschwerten Mauerkuss, er schied aus. Damit führte Nato nun vor Rowland und Alex Lynn. Nach Runde 30 kamen die Spitzenreiter rein. Racing Engineering machte es nochmal spannend - der Reifenwechsel an Natos Auto ging in die Hose! Nato musste sich mit allen Mitteln gegen Rowland verteidigen und konnte sich erfolgreich vor dem Briten halten. In Runde 36 berührte Luca Ghiotto am Casino die Leitplanke innen, kurz darauf kam er zum stehen, was ein weiteres VSC zur Folge hatte. Kurz vor dem Ende wurde das Rennen wieder freigegeben.

Die Platzierungen: Artem Markelov musste noch zum Boxenstopp antreten und machte das genau nach dem Ende des VSC. Nach dem Stopp kam der Russe als Führender heraus und verteidigte diese Position in den letzten zwei Runden gegen Nato. Markelov gewann also vor Nato und Rowland. Dahinter landeten Alex Lynn, Mitch Evans, Raffaele Marciello und Antonio Giovinazzi. Platz acht und damit die Pole für das Sprintrennen ging an Marvin Kirchhöfer, die Top-10 beschließen Nobuharu Matsushita und Daniel De Jong.


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