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GP2 / Interview

Ein schöner Tag - Marcus Ericsson

Für Marcus Ericsson gab es neben dem Rennsieg eine weitere gute Nachricht: Sein Teamkollege überstand einen schweren Unfall unverletzt.
von Karin Sturm

Motorsport-Magazin.com - Wie hast du deinen ersten Sieg erlebt?
Marcus Ericsson: Das ist einfach unglaublich, ich kann es noch gar nicht fassen. Das ist einfach ein toller Tag für mich. Schon beim Start hat alles super geklappt, wie bereits das ganze Jahr. Ich wusste, dass der Start der Grundstein zum Sieg sein kann, danach hatte ich es in meinen Händen. Leider hatte mein Teamkollege einen schweren Unfall, den er zum Glück gut überstanden hat. Das ist wohl die wichtigste Nachricht für heute.

Wie groß war der Druck von Giedo van der Garde?
Marcus Ericsson: Während der langen Safety-Car-Phase sind meine Reifen sehr stark abgekühlt, daher hatte ich keinen guten Restart. Danach konnte ich aber wieder die Kontrolle übernehmen, auch wenn Giedo viel Druck ausgeübt hat. Er ist ein guter Freund von mir und ich wusste, dass er keine dumme Aktion startet. In den letzten Runden habe ich viel nachgedacht, vielleicht sogar zu viel - das sollte man nicht machen.

Ist dieser Erfolg ein Wendepunkt für dich und dein Team?
Marcus Ericsson: Der Start in die Saison war sehr schwer für uns, vor diesem Wochenende haben wir ja gar keine Punkte geholt. Schnell genug waren wir allerdings immer, leider sind uns häufig Fehler unterlaufen oder wir hatten technische Probleme. Der Speed hat gestimmt und wir wussten, dass die Resultate kommen.

Hast du dich nun auch in der Serie eingelebt?
Marcus Ericsson: Auf jeden Fall. In den ersten Rennen war es noch eine große Umstellung für mich, denn es gibt hier so viele Fahrer, die konkurrenzfähig sind - der Wettkampf ist sehr hart. Aber jetzt kenne ich alles, die Boxenstopps waren ja auch neu für mich.


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