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Formel 3

Klassiker in Macau 2020 ohne Formel-3-Autos

In diesem werden beim Macau GP keine Formel-3-Boliden an den Start gehen. Ein Einsatz von Fahrzeugen der Formel-4-Kategorie steht im Raum.
von Daniel Geradtz

Motorsport-Magazin.com - Der Macau GP steht im Jahr 2020 vor großen Veränderungen. Beim Klassiker gehen nicht wie gewohnt Formel-3-Fahrzeuge an den Start. Die Entscheidung wurde wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie getroffen werden. Damit endet eine 37-jährige Tradition. Seit 1983 fand das Rennen für Formel-3-Fahrer auf dem Guia Circuit statt. Erster Sieger war Ayrton Senna. In diesem Jahr ist das Event für den 19. bis 22. November angesetzt.

Bei einer Pressekonferenz hat das Macau GP Komitee die Entscheidung laut autosport.com öffentlich gemacht. "Wir befinden uns in engen mit einigen Parteien, um Rennen für den Macau Grand Prix zu organisieren, wird Chong Coc Veng, Koordinator des Sportunterausschusses zitiert. Asiatischen Quellen zufolge soll er mündlich bestätigt haben, dass das Rennen mit Formel-4-Boliden ausgetragen wird.

Unklar ist, ob im Falle eines Formel-4-Rennens auch Fahrer aus anderen nationalen Championaten antreten. Die anderen Rennen des Wochenendes setzen auf lokale Fahrer. Hinzu kommen Unterschiede beim Reglement. In China gibt es seit 2015 eine Formel-4-Meisterschaft, die Chassis von Mygale und Motoren des chinesischen Herstellers Ggely einsetzt. Diese Kombination gibt es weltweit ansonsten nur in der argentinischen Formel-4-Meisterschaft. In der deutschen ADAC Formel 4 kommen Chassis von Tatuus und Abarth zum Einsatz. Auf diese Kombination setzen auch die italienische, die skandinavische, die spanische und die arabische Formel-4-Serien.

Im vergangenen Jahr fand der Macau Grand Prix erstmals mit den neuen Formel-3-Fahrzeugen statt, die im Rahmenprogramm der Formel 1 an den Start gehen. Die 380 PS starken Fahrzeuge sind mit einem DRS-Flügel ausgestattet. Es handelt sich um die schnellsten Formel-Boliden, mit denen auf dem Straßenkurs jemals Rennen ausgetragen wurden. Jake Hughes stellte einen neuen Rundenrekord auf.

Via Twitter äußerte sich Formel-E-Meister Antonio Felix da Costa zu den Veränderungen, die dem Rennen in diesem Jahr bevorstehen. "Es ist traurig, das zu lesen. Für die Teams und Fahrer sollte die Formel 3 in Macau das Highlight des Jahres sein. Die Atmosphäre bei diesem Rennen ist wie keine andere, bei dem die Formel 3 das Hauptevent ist. Ich bin nicht glücklich, diese Nachricht zu lesen."

Bereits seit längerer Zeit steht fest, dass es kein internationales GT3-Rennen im Rahmen des Grand Prix' geben wird und dass die WTCR nicht die Reise nach Macau antritt. Zu den alternativen äußerte sich der Veranstalter ebenfalls. "Der Macau GT Cup wird zwei Klassen von Rennautos beinhaltet, GT3 und GT4. Die Fahrer werden aus der chinesischen GT Meisterschaft und der asiatisch-pazifischen GT ebenso wie aus Macau ausgesucht." Auch beim TCR-Rennen werden regionale Fahrer aus der asiatischen, der asiatisch-pazifischen Meisterschaft und Piloten aus Macau antreten.


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