Formel 2

Formel 2, Regeln: Rennsperren können 2020 sofort wirken

Die Formel 2 hat ihre Regeln für die kommende Saison angepasst. Rennsperren gelten damit nicht erst für das folgende Event. Gleiches gilt für die Formel 3.
von Daniel Geradtz

Motorsport-Magazin.com - Die Formel 2 und die Formel 3 haben für die kommende Saison ihre Regeln angepasst: Ein Teilnehmer kann schon für die laufende Veranstaltung gesperrt werden, wenn er die erforderliche Anzahl von Strafpunkten erreicht hat. Das war 2019 noch anders. Rennsperren wurden in der abgelaufenen Saison erst für das folgende Event ausgesprochen.

Im Sportlichen Regelwerk beider Serien heißt es nun: "Falls ein Fahrer zwölf Strafpunkte während eines Freien Trainings oder einer Qualifikation erreicht, muss er für die restliche Veranstaltung aussetzen." Im Umkehrschluss bedeutet dies wohl, dass die Sperre für die folgende Veranstaltung gilt, sofern die Grenze in einem der beiden Rennen erreicht wird. Die gesammelten Strafpunkte werden nach dem Verbüßen einer Sperre sowie nach dem Jahresabschluss gelöscht.

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Wird ein Fahrer von einer laufenden Veranstaltung ausgeschlossen, bedeutet dies für ein Team einen großen Einschnitt. Schließlich kann es dann keinen Ersatzfahrer mehr an den Start bringen. Das ist hingegen bei einer Sperre für eine spätere Veranstaltung möglich.

Raghunathans Vergehen blieben folgenlos

Die Regeländerung wurde beschlossen, nachdem Mahaveer Raghunathan beim Formel-2-Finale für einen Präzedenzfall gesorgt hatte. Nach dem Training in Abu Dhabi fuhr er bei einer Startübung los, obwohl sich noch andere Fahrzeuge vor ihm befunden hatten. Er wurde bestraft und erreichte damit die Grenze von zwölf Strafpunkten. Doch wegen der Regelauslegung blieb der Vorfall für ihn folgenlos. Der MP-Pilot durfte an den beiden Rennen teilnehmen. Raghunathan fiel in diesem Jahr mehrfach negativ auf. Er musste auch die Rennen am Red Bull Ring wegen einer Sperre auslassen.

FIA-Präsident Jean Todt kündigte daraufhin an, dass sich das World Motorsport Council mit einer möglichen Regeländerung befassen werde. Er brachte außerdem die Idee ins Spiel, dass Fahrer auch in Nachwuchsklassen Erfahrungspunkte sammeln müssen, um an den Rennen teilnehmen zu dürfen. Dabei will er sich an dem System orientieren, das zum Erhalten der Superlizenz notwendig ist.


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