Neun Wochenenden musste Marco Wittmann auf Punkte in der Formel 3 Euro Serie warten - beim Saisonfinale in Hockenheim er es gleich in beiden Läufen unter die Besten. Nach Platz sieben im ersten Rennen schaffte es der Mücke-Pilot im Sonntagsrennen unter schwierigen Bedingungen und trotz eines Boxenstopps auf den vierten Platz. Auf den Sieger Jean-Karl Vernay fehlten ihm nach 23 Runden nur 13 Sekunden.

"Ich bin schon ein wenig enttäuscht, dass es nicht für das Podium gereicht hat, denn ich bin von Platz zwei gestartet und war lange Zeit Dritter, konnte sogar Henkie überholen, da ich am Anfang die Reifen geschont habe", berichtete Wittmann im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com. "Es war sehr wichtig, auf die Reifen zu achten, denn niemand wusste, wie schnell die Strecke wirklich abtrocknen würde. Ich bin immer sehr vorsichtig aus den Kurven herausgefahren und konnte immer bessere Zeiten fahren."

Auf Platz zwei liegend bog Wittmann gemeinsam mit Vernay in die Boxengasse ab, um auf Slick-Reifen zu wechseln. "Da waren wir wohl etwas zu langsam, denn Vernay war im Anschluss direkt hinter mir."

Schon in der Outlap musste Wittmann den Franzosen ziehen lassen. "Er hat wohl mehr Erfahrung, wie man die Slicks bei solchen Bedingungen schneller auf Temperatur bringt. Ich konnte zwar den Anschluss halten, aber er ist direkt vor einer Gelbphase noch an zwei Konkurrenten vorbei", so Wittmann. Er selbst musste sich etwas gedulden, da in mehreren Kurven gelbe Flaggen geschwenkt wurden und er nicht überholen durfte. "Da habe ich sicher jeweils fünf Sekunden verloren, Vernay war natürlich über alle Berge."