Abgesehen von Nico Hülkenberg und seinem Erfolg in der Saison 2007 sind die deutschen Piloten beim Formel-3-Masters nicht gerade vom Erfolg verwöhnt. Egal ob Sebastian Vettel, Nico Rosberg oder auch Timo Glock - für den Schritt nach ganz oben reichte es in Zandvoort nie.

Auch bei der 19. Ausgabe des Formel 3 Masters auf dem Dünenkurs an der Nordseeküste hatten die deutschen Teilnehmer mehr Pech als Glück. "Es war einfach ein schweres Wochenende für uns", sagte Christian Vietoris auch stellvertretend für seinen Landsmann Marco Wittmann. "Wir sind einfach nicht mit der neuen Reifenmischung zurecht gekommen, die war auf dem Hinterreifen zu hart für uns."

Nach 25 Runden reichte es für Vietoris nur für den siebten Rang. "Eigentlich ist es egal, wo man am Ende landet, denn beim Masters zählt nur der Sieg", so Vietoris. Eine mögliche Aufholjagd wurde früh von Jean-Karl Vernay gestoppt: "Er hatte ein Problem mit seinem Frontflügel und hat eine ganze Gruppe aufgehalten. Nachher hat er noch einen Konkurrenten von der Strecke geschoben."

Enttäuschender verlief die Masters-Premiere für Marco Wittmann. Nach einem Fehler im Qualifying startete der Rookie nur von Position 19, wollte aber nicht aufgeben. "Auf dem Lausitzring bin ich im Trockenen schon 21 auf neun nach vorne gefahren", gab sich Wittmann kämpferisch. "Heute hatte ich einen guten Start, kam dann jedoch nicht nach innen. Außen war dann zwar zum Glück alles frei, leider habe ich aber etwas zu spät gebremst."

Folge war ein kleiner Ausflug in das Kiesbett der Tarzanbocht und der letzte Platz. Von dort kam Wittmann immerhin noch auf Position 26 nach vorne. Mehr Hoffnungen macht sich der Franke für sein Heimspiel auf dem Norisring - dort wird er und seine Kollegen aus der Formel 3 EuroSerie in zwei Wochen starten.