Edoardo Mortara kommt als Tabellenführer zum fünften Rennwochenende der Formel 3 EuroSerie. Zuletzt konnte der Italiener seinen Vorsprung auf den Straßen von Nürnberg verteidigen und hat vor den Läufen neun und zehn auf dem holländischen Dünenkurs von Zandvoort einen Abstand von 15 Punkten auf seine Verfolger. Das sind ausgerechnet zwei junge deutsche Piloten, die beiden den selben Manager haben und äußerst motiviert sind: Nico Hülkenberg und Christian Vietoris.
"Vor der Saison hat niemand damit gerechnet, dass wir zu diesem Zeitpunkt vorne liegen würden. Ich konzentriere mich jetzt stärker auf die Meisterschaft, einzelne Siege sind nicht alles", unterstreicht Spitzenreiter Edoardo Mortara, der als einziger Pilot bei bislang allen Rennen punktete. Der 21-jährige Italiener kennt den ehemaligen Grand-Prix-Kurs bereits aus der vergangenen Saison: "Zandvoort ist ein Klassiker im Formel-3-Kalender und hat seine Eigenheiten. Die Strecke bietet viele sehr schnelle Kurven und mit der Tarzanbocht am Ende der Zielgeraden eine gute Überholmöglichkeit. Da der Kurs direkt an der Nordsee liegt, herrscht häufig starker Wind, der immer wieder Sand auf die Strecke bläst."

Hülkenberg dürfte sich über kaum über die schlechte Wettervorhersage für das Wochenende ärgern. Bei seinen letzten beiden Auftritten auf dem 4,307 Kilometer langen Kurs siegte der Emmericher in jeweils regnerischen Rennen. Außer in der Formel 3 und der Formel BMW hat der ART-Pilot auch schon ein A1 Grand Prix Rennen in Zandvoort gewonnen. "Heute gewinnt Nico Hülkenberg", versprach er sogar im letzten Jahr. Damals kam der Regen, Hülkenberg siegte und durfte bei seinem heimlichen Heimrennen jubeln.
Auch Christian Vietoris verbindet Jubel mit Zandvoort. Vor zwei Jahren brachte der Pilot aus dem Rennstall von Peter Mücke den Titel in der Formel BMW an der Nordseeküste unter Dach und Fach. "Ich habe wirklich gute Erinnerungen an Zandvoort", gibt Vietoris vor dem Rennen zu. "Für die ersten Rennen dieser Saison habe ich mir zuvor eigentlich gar keine großen Ziele gesetzt, ich wollte einfach ein paar Punkte holen. Jetzt kommen Strecken, die ich mag und die nah an meinem Zuhause liegen. Es wäre schön wenn es in Zandvoort so weiter geht wie am Norisring..."
Ein weiterer Pilot, der mit dem obersten Treppchen in Zandvoort bestens vertraut ist, heißt Renger van der Zande. Der Niederländer konnte bereits einige Rennen der Formel Renault auf dem hügeligen Kurs gewinnen und freut sich natürlich besonders auf sein Heimspiel. "In Zandvoort bin ich schon einige gute Rennen gefahren, ich kenne die Strecke sehr gut. Es macht viel Spaß, dort Rennen zu bestreiten", sagte der Premat-Fahrer. Ganz chancenlos ist der Holländer nicht, immerhin konnte er in diesem Jahr schon ein Rennen gewinnen und stand in Pau auf dem Podest. "Mein Ziel für das Wochenende ist, im Samstag-Lauf auf das Podium zu fahren. Ich glaube, dass das auch möglich ist, denn mein Team Prema macht bisher einen guten Job."

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