So schlecht war die Ausgangsposition dann doch nicht. Am Freitag wollte Nico Hülkenberg seine Pole Position auf dem Norisring noch nicht als halbe Miete für einen Rennsieg in Lauf 1 ansehen, denn in Nürnberg sei es möglich, auch aus der zweiten Reihe ein Rennen zu gewinnen. Das geschah jedoch nicht. Hülkenberg fuhr einen ungefährdeten Sieg ein. Hinter ihm belegte der Japaner Tsukakoshi Platz 2, der Franzose Vernay komplettierte das Podium.
"Ich hatte einen schlechten Start, wurde von Mika überholt, konnte dann aber an ihm vorbeigehen und danach mein Rennen fahren", sagte Hülkenberg. "Anfangs bin ich so schnell gefahren wie ich konnte, aber gegen Ende bin ich kein Risiko mehr eingegangen und habe etwas Platz zur Wand gelassen."
Mika Mäki, seines Zeichens neben Hülkenberg von Position 2 gestartet, schied nach einer Kollision mit James Jakes aus. Mäki konnte am Start sogar an Hülkenberg vorbeiziehen und als Erster in die erste Kurve einbiegen. Dann verbremste er sich aber, musste den Deutschen vorbeiziehen lassen, wurde seitlich von Jakes gerammt und schlug in die Mauer ein.
Damit konnte der Finne seinen zweiten Platz in der Meisterschaft nicht verteidigen. Stattdessen liegt nun Hülkenberg hinter Eduardo Mortara auf dem zweiten Rang der Gesamtwertung. Der Franzose belegte im ersten Lauf Platz 4. "Es war sehr wichtig hier zurückzuschlagen", freute sich Hülkenberg nach dem enttäuschenden Wochenende von Pau. "Das war ein kleines Desaster, aber hier waren wir von Beginn an die Schnellsten."
Auch Vernay war mit seinem Podestplatz zufrieden. "Das war sehr gut für die Meisterschaft. Für mich beginnt sie quasi hier", sagte der Franzose. Die Aufholjagd des Rennens lieferte Christian Vietoris. Der Mücke-Pilot profitierte vom Startgetümmel und fuhr am Ende von Platz 27 bis auf Platz 6 nach vorne. Im zweiten Rennen am Sonntag startet er somit von Position 3.



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