Es ist momentan bei allen Rennfahrern das gleiche: ein Rennen jagt das nächste, alle fiebern der Pause im August entgegen. Doch bevor sich die Formel 1, DTM, Formel 3 & Co in den kurzen Sommerurlaub verabschieden, steht am kommenden Wochenende noch einmal Action an. Die Königsklasse fährt in Ungarn, die Nachwuchstalente beim Formel 3 Masters in Zolder. Dieses wird in diesem Jahr nicht wie traditionell üblich in Zandvoort ausgetragen, sondern im belgischen Zolder.
Tim Sandtler verbindet trotzdem beides: er kommt von Zandvoort nach Zolder, wo er das Wochenende in den Niederlanden gerne vergessen machen würde. "Das war nicht so der Brüller", gesteht er motorsport-magazin.com. "Das ist ärgerlich, weil es wie in Mugello nicht so schlecht lief. Ich habe einfach ein bisschen Pech gehabt." Das soll sich nun in Zolder ändern.
Für ihn ist das Rennen knapp 180 km von seiner Heimat entfernt sowieso eine Art Heimrennen. "Ich fahre Donnerstagvormittag los, so dass ich den ganzen Nachmittag Zeit habe, mir die Strecke anzusehen." Denn noch kennt Tim den Kurs nicht. "Ich habe gehört, dass es keine leichte Strecke sein soll, also wird das Streckenlernen sehr wichtig, weil wir nur sehr wenig Training haben werden."
Die Konkurrenz ist doppelt so groß. Denn neben den bekannten Gegnern aus der Formel 3 EuroSerie werden auch die Topstars der britischen Formel 3 mit von der Partie sein. In den letzten Jahren machte das kaum einen Unterschied, da alle auf den Kumho-Reifen der EuroSerie fahren mussten, so dass die Fahrer von der Insel kaum eine Chance hatten. Doch Maro Engel hofft auf Besserung. "In diesem Jahr sollten wir hoffentlich eine faire Chance haben", sagte er uns. Reifenhersteller Kumho hat versprochen, eine Mischung mitzubringen, die sich deutlich von der sonst in der EuroSerie verwendeten unterscheidet.
Nach dem F3-Masters ist dann aber erst einmal Zeit zum Erholen. "Vielleicht nutze ich die kleine Pause, für eine Woche Urlaub", sagt Tim, "weil das ist die einzige Zeit des Jahres, wo man Urlaub machen könnte. Am Saisonanfang hatten wir auch eine lange Pause, aber da haben wir viel getestet." Aber egal ob Pause oder nicht, dem nächsten Rennen auf dem Nürburgring sieht Tim optimistisch entgegen. "Es war nie eine meiner Lieblingsstrecken, aber es lief trotzdem immer ganz gut. In der Formel BMW habe ich dort meine erste Pole Position geholt und bin das erste Mal aufs Podest gefahren." Wenn das wieder glückt, stört auch ein verkürzter Urlaub nicht...



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