"Ich werde nachher gewinnen." Nico Hülkenberg war am Sonntagmorgen von sich überzeugt. Wie es sich für einen aufstrebenden Nachwuchsfahrer wie den amtierenden A1GP-Weltmeister gehört, hielt Hülkenberg Wort. Schon am Start schoss Hülkenberg auf leicht feuchter Strecke von Platz 3 in Führung. Danach baute er seinen Vorsprung kontinuierlich aus, bis der Regen kam.

Hülkenberg entschied sich wie die meisten Fahrer dazu, in die Box zu fahren und Regenreifen aufzuziehen. Nur Yelmer Buurman hielt nichts von dieser Idee. Der Lokalmatador blieb draußen, übernahm die Führung und hoffte, dass die Strecke schnell abtrocknen würde. Der Plan ging nicht auf. Hülkenberg war 8-10 Sekunden schneller pro Runde und ging bald wieder in Führung. Hinter ihm nutzte Sébastien Buemi die Gunst der Stunde und schwamm im Regen auf Platz 2 nach vorne.

Für andere lief es im Regen nicht so gut. Clairay schlug schon in den ersten Runden an der Leitplanke an und beschädigte seinen Frontflügel, Kobayashi flog kurz nach dem Einsetzen des Regens ab und Mailleux wurde zunächst mit einer Drive Through Strafe versehen und danach für das Nichtabsitzen selbiger mit der schwarzen Flagge disqualifiziert. Hülkenberg machte in den Schlussrunden Bekanntschaft mit einer gelben Flagge, die geschwenkt wurde, als er Basil Shaaban überrundete - die Rennkommissare kündigten eine Untersuchung an.

Sollte das Ergebnis bestätigt werden, macht Hülkenberg in der Meisterschaft einen Sprung von Platz 7 auf Platz 5. An der Spitze machte Sébastien Buemi als Zweiter immerhin einen Zähler auf den Meisterschaftsführenden Romain Grosjean gut.