Sebastien Buemi hat sich auf dem Hockenheimring die Pole Position für den Saisonauftakt der Formel 3 EuroSerie geholt. Bei leicht bewölktem Himmel fuhr Buemi eine Zeit von 1:33.702 Minuten. Auf dem knapp fünf Kilometer langen Kurs musste der zweitplatzierte James Jakes mit 0.265 Sekunden Rückstand leben. Bester Deutscher wurde Nico Hülkenberg auf dem fünften Platz. Sein Rückstand auf die Spitze betrug sechseinhalb Zehntel.
Knappe Entscheidung im Training
Im vorherigen freien Training konnte der Niederländer Renger van der Zande die beste Zeit fahren. Mit 1:33.536 Minuten war der Prema Powerteam-Pilot dabei nur einen Wimpernschlag schneller als Sebastien Buemi, der mit 0.005 Sekunden Rückstand den zweiten Platz belegte. Erst in der Schlussphase des 60 Minuten langen Trainings setzte sich Renger van der Zande, der noch vor fünf Tagen in Shanghai für das A1 Team Niederlande unterwegs war, an die Spitze des Feldes.
"Ich musste mich erst wieder an das Formel 3-Fahrzeug gewöhnen", so Van der Zande nach dem Training. "Danach wurde es immer besser. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass ich die schnellste Runde im freien Training fahren würde, aber ich bin natürlich glücklich." Er war übrigens nicht der einzige Pilot, der im Vergleich zum vergangenen Wochenende mit etwa 300 Pferdestärken weniger auskommen musste. Auch Buemi, Filip Salaquarda, Jean Karl Vernay und Nico Hülkenberg waren in Shanghai mit von der Partie.
Für Hülkenberg reichte es im freien Training nur für den zehnten Rang. Auf Van der Zande fehlte dem ASM-Pilot beinahe eine Sekunde. Marco Holzer, der zweite Deutsche im Fahrerfeld, belegte die 23. Position. Besser lief es für Cyndie Allemann. Die Schweizerin ließ viele ihrer männlichen Konkurrenten hinter sich und kam mit 0.925 Sekunden Rückstand auf den achten Platz. Eine weitere Überraschung war Franck Mailleux. Der Rookie kam auf den dritten Rang, stellte aber auch kritisch fest: "Mein Resultat ist toll, aber es ist nur ein freies Training. Erst das Qualifying heute Nachmittag zählt."
Klare Sache im Qualifying
In der folgenden Qualifikation enttäuschte der Franzose nicht. Wieder kam er auf die dritte Position und sicherte sich damit einen Startplatz in der zweiten Reihe. Während Sebastien Buemi eine ungefährdete Pole Position für das Rennen am Samstag einfuhr wurde es dahinter richtig spannend. Die Positionen unter den ersten Zehn wechselten mehrere Male und erst in den letzten Minuten entschied sich die letztliche Startaufstellung. Der Brite James Jakes holte sich im Schlussspurt den zweiten Startplatz für sein erstes Rennen in der EuroSerie.
Renger van der Zande fiel im 30-minütigen Qualifying auf den vierten Rang zurück. Direkt dahinter landete Nico Hülkenberg. Der Schützling von Willi Weber konnte sich im Vergleich zum Training stark verbessern. Tim Sandtler, der im Training auf Platz 18 lag, verbesserte sich ebenfalls. In der Qualifikation kratzte er an den besten Zehn und wurde 13. In einer Enttäuschung endete der Freitag für Cyndie Allemann. Die einzige Dame im Feld viel bis auf den 19. Platz zurück. Nur zwei Positionen dahinter steht Marco Holzer, einer der elf Rookies, auf Rang 21.

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