Sonne, Sand und Meer - so schön könnte Zandvoort sein. Die Piloten der Formel 3 EuroSeries erlebten die niederländische Strecke an diesem Wochenende hingegen von einer anderen Seite: Verschmutzt und rutschig am Samstag, nass und windig am Sonntag. Einem Fahrer dürfte der morgendliche Regen Hoffnung gegeben haben: Sebastian Vettel musste nach seinem Ausfall im 1. Rennen von Rang 24 starten. Ein bisschen Regenchaos wie am Nürburgring hätte ihm da sicherlich geschmeckt, da die Strecke aber nur nass war, griff er auf einen anderen Trick zurück: Vettel setzte auf Risiko, startete mit Slicks und fand sich schon nach wenigen Runden in den Top10 wieder.
Nach 8 Runden kam es dann zum Duell der Titelrivalen: Vettel ging ohne Probleme an Paul di Resta vorbei und machte sich auf die Verfolgung der letzten sechs Piloten vor ihm. Einige Runden später lag er nach ein paar haarigen Duellen mit dem vor ihm ebenfalls auf Slicks fahrenden Kimball sowie den auf Regenreifen fahrenden Guerrieri und Moreau auf dem 2. Platz.
In den letzten 6 Runden kam es dann zum Zweikampf der beiden Slick-Fahrer an der Spitze: Vettel jagte Kimball um den Kurs und suchte eine Möglichkeit mit einem Sieg den verlorenen Boden vom Vortag wieder gut zu machen - denn Paul di Resta lag als 10. weit außerhalb der Punkteränge. Diese Tatsache dürfte ihm auch den verpassten Sieg etwas versüßt haben. Denn am Ende reichte es für Vettel nicht mehr zum Sieg, mit Rang 2 machte er immerhin 5 Punkte auf di Resta gut und liegt damit nur noch 12 Zähler hinter dem Meisterschaftsleader.
Platz 3 ging an den Japaner Nakajima vor Guerrieri, van der Garde und dem Deutschen Tim Sandtler, der als Sechster noch einen Punkt mitnehmen durfte. Der Schweizer Sebastien Buemi blieb als Achter ohne Zähler.



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