"Der Start war nicht so toll. Da musste ich erst einmal schauen, dass ich wegkomme und hab bei mir alles erst einmal angeschaut", berichtete Sebastian Vettel über die ersten Momente seines Rennens auf dem Norisring, dem ersten von zwei an diesem Wochenende. Mag ein schlechter Start noch unangenehm sein, so wurde es kurz darauf noch etwas ungemütlicher. "Dann auf einmal stand der Geido vor mir und ich war natürlich überrascht und musste erst einmal nach rechts rüber und hab den ganzen Schwung verloren", beschrieb Vettel die Situation, als direkt vor ihm Pole-Fahrer Giedo van der Garde gar nicht vom Fleck kam.

Was danach folgte war eine Aufholjagd, die den jungen Deutschen von Platz sechs wieder auf zwei nach vorne brachte. "Schade, dass es am Ende nicht für ganz oben gereicht hat", meinte Vettel. Der Grund dafür lag darin, dass der Abstand zum in Führung liegenden Paul di Resta einfach schon zu groß war, als Vettel schließlich den zweiten Platz von Jonathan Summerton erkämpft hatte. "Es ist halt nicht so einfach aufzuholen. Wenn du einmal aus dem Windschatten raus bist dann wird´s schwer."

Die Überrundeten Fahrer waren für ihn jedenfalls kein Problem, auch wenn es hin und wieder so den Eindruck machte, als er deutliche Handzeichen gab. Vettel sagte dazu:" Nein sie haben eigentlich nicht gestört. Ich habe nur vorher ein bisschen Handzeichen gegeben, damit der Weg frei ist." Das schien auch zu nutzen, da er am Ende den Vorsprung von Paul di Resta kontinuierlich reduzieren konnte. 2,5 Sekunden fehlten schließlich trotzdem.