So ganz einig wurden sich Stefan Mücke und Alex Margaritis über die Schuldfrage an ihrem Crash nicht. "Ich war innen, er hat mich wohl nicht gesehen", meinte Mücke, der allerdings auch um eine halbe Wagenlänge hinten gelegen hatte. "Aber es war wohl ein ganz normaler Rennunfall."

Der Berliner, lange Zeit bestplatzierter Fahrer in einem 2005er-Auto, hatte nach der Feindberührung mit verbogener Aufhängung aufgeben müssen. Margaritis, der sich über seinen fünften Platz am Ende riesig freute, genauso aber auch über die Komplimente von Mika Häkkinen, die er nach dem rundenlangen Duell der beiden von dem Finnen bekommen hatte, konnte den Zwischenfall aber doch ein bisschen lockerer sehen - auch wenn er gegenüber motorsport-magazin.com schon klarstellte: "In meinen Augen war es schon sein Fehler - aber was soll's, es war halt eine Rennsituation. Er ist nicht sehr gut aus der ersten Kurve gekommen, ist dann aber ausgeschert und hat auf der schmutzigen Seite der Strecke gebremst. Dadurch hat er Untersteuern bekommen. Er hat mir gesagt, er hätte versucht, auszuweichen - und warum soll ich ihm nicht glauben... Aber es war schade - zu dem Zeitpunkt lag ich vor Frentzen und der ist am Ende Dritter geworden."