Rutschpartie durchs Motodrom: Regen begrüßte die DTM am Freitagnachmittag zum 2. Freien Training beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring (09.-11. Oktober 2026). Die durchgängig nassen Streckenverhältnisse bescherten den 21 Fahrern die Möglichkeit, sich mit den Pirelli-Regenreifen vertraut zu machen - für den Verlauf des Rennwochenendes sind weitere Regenschauer vorhergesagt.

Einem waren die Bedingungen offenbar völlig egal: Thomas Preining. Der Manthey-Porsche-Pilot erzielte erneut die Bestzeit, nachdem er bereits das komplett trockene 1. Freie Training am Vormittag als Schnellster beendet hatte. Preining und der Hockenheimring - das passt! Der Österreicher gewann schon dreimal im Motodrom und machte hier 2023 seinen ersten DTM-Titelgewinn perfekt.

Preining kann sich jetzt beste Chancen auf seine zweite Meisterschaft ausrechnen. Der Spitzenreiter führt mit 23 Punkten Vorsprung auf Maro Engel (Winward-Mercedes) und kann unter Umständen schon am Samstag vorzeitig den Titel einsacken. Wie das funktionieren kann, lest ihr in diesem Artikel:

Hockenheim: Preining und van der Linde in eigener Liga

Preining kämpfte sich während der 45 nassen Trainings-Minuten mehrfach an die Tabellenspitze und ließ sich zum Ende hin nicht mehr verdrängen. Mit seinem Grello-Porsche benötigte er 1:47.823 Minuten für die Bestzeit - 0,092 Sekunden schneller als Kelvin van der Linde, der mit seinem Schubert-BMW M4 GT3 Evo den zweiten Platz belegte.

Hinter Preining und dem BMW-Werksfahrer klaffte eine größere Lücke: Dem Drittplatzierten Luca Engstler (Abt-Lamborghini) fehlten 0,311 Sekunden zur Spitze. Dennoch hinterließ der neue Lamborghini Temerario GT3 einen starken Eindruck im Training: Hinter Abt-Pilot Engstler folgten die beiden GRT-Lambo-Fahrer Mirko Bortolotti sowie Maximilian Paul auf den Positionen vier und fünf.

Für Paul endete das Training vorzeitig, nachdem er in den Schlussminuten im Bereich Sachskurve von der Strecke abgekommen war. Matteo Cairoli (Emil-Frey-Ferrari) und Tom Kalender (Landgraf-Mercedes) leisteten sich ebenfalls kurzzeitige Ausflüge ins Kiesbett, konnten die Fahrt aber unbeschadet fortsetzen. Ansonsten gab es keine größeren Aufreger trotz der kniffligen Streckenverhältnisse.

Preinings DTM-Titelgegner mit Respektabstand

Preinings schärfster Gegner, Winward-Mercedes-Pilot Engel, landete auf Platz acht mit 0,760 Sekunden Rückstand. Marco Wittmann (Schubert-BMW), der sich als Meisterschafts-Dritter noch Hoffnungen auf seinen dritten Titelgewinn machen kann, beendete das Training auf Platz 15. Dem BMW-Star fehlten 1,3 Sekunden zu Spitzenreiter Preining und seinem Schubert-Teamkollegen van der Linde.

Weiter geht es am Samstagmorgen mit dem Qualifying um 09:35 Uhr. Das vorletzte Rennen der Saison folgt im Anschluss um 13:30 Uhr (im Free-TV auf ProSieben und per Livestream auf Motorsport-Magazin.com).

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