Marco Wittmann (Schubert-BMW) hat seine Erfolgsserie in der DTM fortgesetzt und den zweiten Sieg sowie den vierten Podestplatz in Folge eingefahren! Beim Samstagsrennen auf dem Sachsenring setzte sich der Schubert-BMW-Pilot von der Pole Position durch und errang den 21. Sieg seiner DTM-Karriere.
Wittmann überquerte die Ziellinie mit 0,450 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Jules Gounon (Winward-Mercedes). Der häufig vom Pech verfolgte Franzose holte seinen ersten Podestplatz in der laufen Saison. Gounon hatte das drittletzte Rennen des Jahres von P3 aufgenommen und schnell die zweite Position von Thomas Preining (Manthey-Porsche) übernommen. Während der Boxenstopps ging Gounon dank eines Overcut sogar kurzzeitig in Führung, doch Wittmann schlug in der Runde nach der Outlap umgehend zurück.
Preining neuer DTM-Spitzenreiter
Preining war nach dem verpatzten Start bis auf P4 zurückgefallen, holte sich während der Boxenstopps jedoch zumindest einen Platz gegen Kelvin van der Linde (Schubert-BMW) zurück. Preining setzte zur Aufholjagd gegen das Führungsduo an, konnte die Pace aber nicht halten. Der Porsche-Werksfahrer hat am Samstag die Führung in der Gesamtwertung von Maro Engel übernommen, der nach Start von P8 (inklusive 3-Platz-Gridstrafe) auf Platz fünf landete.
Wittmann ist jetzt Gesamt-Dritter und hat Nicki Thiim (Comtoyou-Aston-Martin) in der Tabelle überholt. Der Däne (von P10 gestartet) kam nicht über den achten Platz hinaus und erlebte einen zwischenzeitlichen Rückschlag, als er wegen eines Platztausches mit Tom Kalender fünf Positionen einbüßte. Vor Thiim landeten am Ende Matteo Cairoli (Emil-Frey-Ferrari) und Mirko Bortolotti (GRT-Lamborghini an sechster und siebter Stelle.
DTM Punktestand: DTM Gesamtwertung 2026 als Tabelle
Auer aus der Boxengasse in die Punkte
Die Aufholjagd des Rennens ging auf das Konto von Lucas Auer (Landgraf-Mercedes): Der Österreicher war nach seinem Qualifying-Unfall aus der Boxengasse gestartet und hatte sich auf Rang elf nach vorne gekämpft. Damit ging Auer, der am Freitag seinen 32. Geburtstag feierte, zumindest nicht komplett leer aus. Weil seine Meisterschaftskontrahenten aber stark punkteten, rückten die Aussichten auf den ersten Titelgewinn erst einmal in weite Ferne.
Simon Connor Primm (Seyffarth-Audi) beendete sein erstes DTM-Rennen auf P15, während fünf Fahrer vorzeitig ausfielen: die beiden Abt-Lamborghini nach einer frühen Kollision mit Bastian Buus, Timo Glock und DTM-Rückkehrer Maximilian Paul.
DTM Sachsenring 2026: So lief das Rennen am Samstag
Die Startaufstellung: Marco Wittmann schnappte sich in einem chaotischen Qualifying seine erste Pole Position in der laufenden Saison. Thomas Preining komplettierte die erste Startreihe und übernahm mit den 2 Extra-Punkten zwischenzeitlich die Führung in der Meisterschaft. Auf den Startplätzen drei bis sieben folgten Jules Gounon, Kelvin van der Linde, Matteo Cairoli, Tom Kalender und Thierry Vermeulen. Maro Engel startete wegen einer 3-Platz-Gridstrafe vom achten statt vom fünften Platz. Lucas Auer startete nach seinem Quali-Unfall aus der Boxengasse, weil sein Mercedes nicht rechtzeitig für die Startaufstellung repariert werden konnte.
Der Start: Marco Wittmann verteidigte die Pole Position, während Thomas Preining vom zweiten bis auf den vierten Platz durchgereicht wurde und hinter Jules Gounon sowie Kelvin van der Liunde zurückfiel. Maro Engel machte einen Platz gut und fuhr auf P7 vor Tom Kalender (von P6 gestartet), stand aber unter Beobachtung der Rennleitung (no further action). Dann krachte es im hinteren Feld zwischen Land-Porsche-Pilot Bastian Buus und den beiden Abt-Lamborghini. Das Safety Car musste ausrücken, weil sich Buus nicht selbstständig aus dem Kiesbett befreien konnte.
Der Porsche-Pilot durfte das Rennen trotz der Abschlepp-Aktion fortsetzen und sich sogar zurückrunden, weil er aus Sicht der Rennleitung nicht Verursacher des Unfalls war. Allerdings hatte sich Buus einen schleichenden Plattfuß zugezogen und musste den Reifen tauschen lassen. Für Abt-Pilot Luca Engstler war in Folge der kleinen Karambolage hingegen vorzeitig Feierabend.
Die erste Rennhälfte: Bei Re-Start zur 6. Runde verteidigte Wittmann erneut die Spitze, diesmal gegen Gounon. Timo Glock bog mit seinem Dörr-McLaren aus zunächst unbekannten Gründen sofort in die Boxengasse ab. Nicki Thiim traf Vordermann Tom Kalender beim Kampf um den siebten Platz, wobei der Mercedes-Youngster bis auf den 13. Platz zurückfiel. Die Rennleitung ordnete einen Platztausch an, der Thiim effektiv fünf Plätze kostete. Wenige Kurven später ging der Aston-Martin-Pilot wieder an Kalender vorbei und übernahm P12.
In Runde 11 kassierte Engel seinen Vordermann Vermeulen und sicherte sich den sechsten Platz. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich Wittmann und Gounon an der Spitze um mehr als 5 Sekunden vom Rest des Feldes abgesetzt. In Runde 13 öffnete sich das Pflichtboxenstopp-Fenster - Van der Linde, Vermeulen, Maini, Feller und Kalender bogen umgehend ab. Bei van der Lindes BMW gelang der Schubert-Crew ein wahnsinnig schneller Stopp in nur 5,5 Sekunden!
In Runde 14 folgten nur Cairoli und Dörr mit ihren Pflicht-Reifenwechseln. Preining entschied sich auf Position vier liegend in der 15. Runde für seinen Boxenstopp. Mit Maro Engel und Nicki Thiim folgten zwei weitere Titelanwärter auf dem Fuße. Spitzenreiter Wittmann reagierte und stoppte in Runde 16 (zusammen mit Bortolotti und Baert), womit Gounon die Führung übernahm. Der Mercedes-Pilot fuhr einen Umlauf später an die Box und kehrte vor Wittmann zurück auf die Strecke!
Der weitere Rennverlauf: Gounon überlebte zwar die kritische Outlap auf kalten Reifen, doch Wittmann ließ nicht locker und erkämpfte die Führung im folgenden Umlauf zurück. Dahinter rauschte Preining heran, der den dritten Platz während der Boxenstopps von van der Linde zurückerobert hatte. Auf den Positionen fünf bis acht folgten Engel, Cairoli, Bortolotti und Verstappen.
Buus musste wegen eines weiteren Reifenplattens einen zweiten Boxenstopp einlegen und setzte das Rennen im Anschluss tapfer fort. Thiim lieferte sich ein hartes Duell mit Vermeulen um den neunten Platz, kam aber nicht vorbei und regte sich am Teamfunk über seinen Ferrari-Kontrahenten auf. Wenig später klappte es dann doch für den Dänen, der in Runde 25 Rang neun übernahm.
Auer stoppte in Runde 26 als letzter aller Fahrer und ordnete sich auf P15 ein, während Feller (P17) nach und nach Teile seiner Porsche-Frontpartie verlor. Maximilian Paul musste seinen GRT-Lamborghini beim Comeback nach 27 Runden vorzeitig aus zunächst unbekannten Gründen abstellen. Dann wurde es zunächst etwas ruhiger auf der Strecke, während sich die Top-3 (Wittmann, Gounon, Preining) mit knapp 9 Sekunden Vorsprung vor dem Rest des Feldes absetzten.
In Runde 37 griff Engel seinen Vordermann van der Linde für P4 an, für ein Überholmanöver reichte es allerdings nicht. Das Rennen wurde wegen des frühen Safety Car um 3 Runden verlängert, wo sich allerdings nicht mehr allzu viel innerhalb der Punkteränge ereignete.



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