DTM

DTM Hockenheim 2018: Reifen-Guide zum großen Finale

Paul Di Resta, Gary Paffett oder Rene Rast: Wer gewinnt die DTM-Meisterschaft 2018? Die Reifen können auf dem Hockenheimring eine wichtige Rolle spielen.

Motorsport-Magazin.com - Paul Di Resta kommt als Spitzenreiter zum DTM-Finale nach Hockenheim. Der Mercedes-Benz-Pilot ist mit drei Siegen und insgesamt sechs Podiumsplätzen bisher sehr konstant gefahren, hat aber nur einen Vorsprung von vier Zählern vor seinem Markenkollegen Gary Paffett, der im Mai das Auftaktrennen in Hockenheim gewonnen hat.

Der aktuelle DTM-Campion René Rast liegt nach einer beeindruckenden Siegesserie wieder in Schlagdistanz zum Führungs-Duo. Allerdings muss der Audi-Fahrer ein perfektes Wochenende erwischen, um den 30-Punkte-Abstand zu Paul Di Resta noch aufzuholen.

Auf dem Hockenheimring erwartet die Piloten ein abwechslungsreiches Streckenprofil, schnelle Geraden und Kurven wechseln sich mit langsamen Passagen und Spitzkehren ab. Während in der Parabolika Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 260 km/h erreicht werden, ist im engen Motodrom maximaler Grip gefragt.

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Vernünftiger Kompromiss beim Setup

"Wer in Hockenheim Erfolg haben will, muss einen vernünftigen Kompromiss beim Fahrzeug-Setup finden. Um die hohen Belastungen für die Reifenkonstruktion in den schnellen Kurven etwas zu verringern, sollten etwas höhere Luftdrücke und niedrige Sturzwerte eingestellt werden", so Hankook DTM Renningenieur Thomas Baltes.

Der grobe, teils schwarze Asphalt auf der 4,574 Kilometer langen Strecke und die hohen Kerbs sind für den Ventus Race von Hankook zwar eine Herausforderung, doch die hat der Rennreifen des Premium-Herstellers in den vergangenen Jahren immer souverän gemeistert. Die DTM-Piloten müssen dagegen mit dem welligen Fahrbahnbelag kämpfen, der das sogenannte Bouncing der Boliden verursacht.

Diese unkontrollierbaren Auf- und Abwärtsbewegungen machen es den Fahrern vor Schlüsselstellen wie Turn zwei oder der Haarnadelkurve schwer, den richtigen Bremspunkt zu erwischen. Thomas Baltes: "Man kann das Bouncing auf dem Hockenheimring nicht komplett verhindern, aber über spezielle Fahrwerks- und Federeinstellungen abschwächen."

Vorsicht nach den Boxenstopps

Besonders vorsichtig müssen die Fahrer bei den zu erwartenden kühlen Temperaturen auf dem Traditionskurs im Hardtwald sein. Nach dem Boxenstopp dauert es entsprechend länger, den nicht vorgeheizten frischen Reifensatz von Hankook in das ideale Temperaturfenster von 90 bis 110 Grad zu bringen.

"Die Fahrer haben mittlerweile genug Erfahrung und lassen sich mit neuen und daher kalten Reifen nicht mehr auf unnötige Manöver oder Zweikämpfe ein. Sie wissen, dass es etwas dauert, den Reifen zum Arbeiten zu bringen. Je schneller das geht, desto eher kann man das hohe Grip-Level des Ventus Race ausnutzen", so der Hankook DTM-Renningenieur.

Mick Schumacher vor Titelgewinn

Parallel zur Entscheidung in der DTM wird in Hockenheim auch der neue Champion der FIA Formel 3 Europameisterschaft ermittelt. Premium-Hersteller Hankook beliefert die wohl stärkste europäische Nachwuchs-Formelserie seit 2012 mit dem Ventus Race, der die jungen Fahrer mit seinem konstant hohen Grip-Niveau optimal unterstützt.

Titelfavorit ist Mick Schumacher, der ähnlich wie René Rast in der DTM, einen unglaublichen Lauf hat und fünf der letzten sechs Rennen gewinnen konnte. Der 19-Jährige kommt mit einem Vorsprung von 49 Punkten zum Finale nach Hockenheim und kann schon im ersten von drei Läufen die Meisterschaft klarmachen.

Phoenix gewinnt Hankook Best Pit Stop Award

Beim Best Pit Stop Award 2018 von Hankook ist die Entscheidung dagegen schon gefallen. Das Audi Sport Team Phoenix liegt vor dem Finale in Hockenheim mit einem Vorsprung von 56 Punkten uneinholbar in Führung. Die Crew mit Mike Rockefeller am Steuer verteidigte damit den Titel aus dem vergangenen Jahr und ist mit drei Gesamtsiegen Rekordgewinner beim Best Pit Stop Award von Hankook. Mit dieser Auszeichnung belohnt der Premium-Hersteller und exklusive DTM-Reifenpartner seit 2011 die wichtige Arbeit der Mechaniker beim Boxenstopp, die über Sieg und Niederlage entscheiden kann. Das schnellste Team wird neben einer Kristalltrophäe, die als Wanderpokal ausgeschrieben ist, mit einem Team-Event belohnt.


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